
Zugegeben, ich sehe gerne Dokumentationen über Tiere, denen ich in meinem Leben nie begegnen werde. Schon allein weil ich die Gebiete, in denen sie leben, niemals besuchen werde. Auch weil die Reisen dorthin erhebliche – nicht nur finanzielle – Ressourcen vergeuden würden, von Eingriffen in die Natur und einer Störung der Tiere ganz zu schweigen. Doch bereits der erste Beitrag dieser Ausgabe zeigt, dass Naturdokumentarfilme ein Genre im Zwiespalt sind. Es folgt eine Untersuchung der Frage, wie Filmemachende andere Geschichten über Tiere* erzählen können. Eine „Animal Storytelling Checklist“ könnte helfen. Versteckte Tierqual für Likes ist auch ein Thema, mit dem sich viele Menschen einmal genauer befassen sollten. Ein weiterer Beitrag berichtet über unvegane Fotos, bevor es um Tierrechtsaktivismus in den Medien geht. Nach dem Titelthema beschäftigen sich drei Artikel mit Ausbeutung: Es geht um die deutsche Fischausbeutung, um Wissenschaft und Forschung im Zoo und um die „Plattform Schlachtindustrie Deutschland“. Es folgen zwei Texte zur Bewegung. Besonders spannend ist der Blick in die Tiergeschichte mit einer kurzen Historie vegetarischer Kolonisierung. Es gibt Beiträge zum Thema Vereine, zum Beispiel die Vorstellung der neuen Ortsgruppe Stuttgart, zu Lebenshöfen und einen Quartalsreport, in dem über Aktionen wie Befreiungen und Sabotagen der letzten Monate berichtet wird.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #184 Februar/März 2026 und Jens Schäfer