TIME BANDITS

„Jabberwocky“ war 1977 Terry Gilliams erste alleinige Regie-Arbeit, mit der er versuchte, sich unabhängig von Monty Python, wo er vor allem für skurrilen Trickfilme zuständig war, als eigenständiger Filmemacher zu etablieren. Auch als 1981 sein zweiter Film „Time Bandits“ entstand, war Gilliam immer noch Teil der Komikertruppe. „Time Bandits“ wurde – ähnlich wie der Python-Film „Das Leben des Brian“ – von der 1979 gegründeten Filmproduktionsgesellschaft HandMade Films von Ex-Beatle George Harrison produziert, der sich im Nachspann auch mit seinem Song „Dream away“ verewigte. Der außerordentlich populäre „Time Bandits“ erschien hierzulande schon auf sämtlichen Formaten und war immer gut verfügbar. Inzwischen gibt es auch ein 4K UHD-Release mit überarbeitetem deutschen Ton im Mediabook (mit dem bekannten Kinoplakat-Motiv) und zusätzlicher DVD mit Bonusmaterial, das dem der vorherigen Blu-ray-Veröffentlichung von Pandastorm entspricht. Für Monty Python-Fans war „Time Bandits“ möglicherweise damals eine Enttäuschung, denn trotz der Anwesenheit anderer Mitglieder der Komikertruppe wie John Cleese (als Robin Hood) und Michael Palin – neben anderen bekannten Gesichtern wie Sean Connery, Shelley Duvall, Ian Holm oder David Warner – entpuppte sich der Fantasy-Abenteuerfilm als recht familienfreundliche Angelegenheit (stärker an ein kindliches Publikum adressiert war allerdings die im letzten Jahr entstandene gleichnamige TV-Serie), die allerdings jede Menge schräge Python-Momente aufweist und immer noch viel Charme besitzt. Darin entflieht ein elfjähriger Junge namens Kevin der eher tristen realen Welt und wird zum Komplizen eines sechsköpfigen kleinwüchsigen Räubertrupps, der mit Hilfe einer Karte, die man dem „Obersten Wesen“ gestohlen hat, durch Löcher im Universum in verschiedene Zeitalter reisen kann.

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