
Zugegeben, die Zeiten der dänischen Punkband L.U.L.L. (LEBEN UND LEBEN LASSEN) liegen sehr lange zurück, aber das war aber mein erster Berührungspunkt mit Kent Nielsen, der Ende der 1980er Jahre dort als Sänger aktiv war. Sein neues Solo-Album „Too Many Train Rides“ wirkt auf mich nun wie ein Zeitsprung – zumal ich die musikalische Entwicklung von Kent Nielsen nach L.U.L.L. völlig aus dem Blick verloren habe. Inzwischen macht Kent Nielsen Alternative Folk, Roots-Rock und, nennen wir es ruhig so, Ukulele-Punk. An den 15 Songs im Geiste von TV Smith, Penelope Houston, Chuck Ragan und Mäkkelä gibt es nicht auszusetzen, hier und da finden sich auch richtige Ohrwürmer, „Monster“ zum Beispiel, so richtig zünden will „Too Many Train Rides“ allerdings nicht. Dafür gibt es inzwischen einfach zu viele Punkrocker, die jetzt Folk machen.
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