Foto

TUNNELBOHRER

Octopus

Seit 2012 begleitet der TUNNELBOHRER das Ox und hat schon für ordentlich Stirnrunzeln gesorgt. Ernst genommen werden will das Solo-Projekt von Guido Birsl sicher nicht, beeindruckend ist aber sein langer Blutwurst-Atem und die Fähigkeit, TUNNELBOHRER immer wieder dezent in andere Richtungen zu lenken. Diesmal geht es konsequent mit tackernden E-Drums, stupiden Gitarrenriffs aus der Gruft und infernalischem Lautmalergesang, der den langsamen Bohrer beim Zahnarzt zu deinem besseren Freund macht, in Richtung Brutal-Death-Metal, also in den stumpfesten Bereich der Vorstellbarkeit. Von den Songtiteln her arbeitet sich der TUNNELBOHRER zumindest schlagwortartig an der Pandemie ab oder wie sollen Titel wie „Superspreader“ oder „The great reset“ sonst interpretiert werden? Sehr speziell, aber ich mag es ja.

Anzeige