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TURTLE SKULL

Being Here

2020 erschien das Debütalbum „Monoliths“ des australischen Quartetts TURTLE SKULL, jetzt gefolgt von „Being Here“ mit weiteren acht ausufernden Psych-Doom-Pop-Nummern. Etwas wirklich Originelles hinzubekommen im Psychedelic/Stoner-Bereich, ist nicht so einfach, und so langweilen die meisten Bands mit dem üblichen lauwarmen Aufguss von BLACK SABBATH oder KYUSS und ihren unzähligen Nachahmern. Immer angenehm aus dem Rahmen fielen dabei Bands wie MOON DUO und WOODEN SHJIPS, an denen Ripley Johnson beteiligt war, die zum einen SUICIDE, SPACEMEN 3 oder SILVER APPLES zitierten, zum anderen ein Faible für extrem poppige Momente zeigten. Auch auf ihrem zweiten Album sind TURTLE SKULL kein weiterer uninspirierter Rip-off, sondern eine Band mit weitergehenden songwriterischen Ambitionen, die sich nie in überlangen psychedelischen Instrumentalpassagen verlieren, sondern immer den eigentlichen Fokus des Songs im Blick haben. Dass man dabei auch mal ein bisschen nach QUEENS OF THE STONE AGE klingt, lässt sich wohl nur schwer vermeiden. Auf „Being Here“ haben sich TURTLE SKULL aber noch besser von den auf der Hand liegenden Einflüssen emanzipieren können und präsentieren ihren fuzzigen Neo-Psych-Rock mit der richtigen Dosis Modernität und Retro-Sensibilität.

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