
16 Jahre nach der letzten Veröffentlichung „Tiefenrauschen“ von 2009 lassen TUT DAS NOT mal wieder von sich hören. Dabei bleibt sich die Band treu und serviert die zehn Titel wie gewohnt in ihrem ureigenem Stil. Irgendwie sperrig, aber zwischen Punk, Ska, Metal und Hardcore ist irgendwie alles dabei. Passend zum Cover, das einen düster verhangenen Himmel zeigt, ist die Stimmung in den Songs alles andere als heiter. Im Zentrum der Texte steht so ziemlich alles, was in der Welt gerade schiefläuft. Es geht um Umweltprobleme, verkrustete Rollenbilder, die Schicksale von Geflüchteten auf dem Meer, das Hamsterrad des Lebens und einiges mehr. Der Aufbau der Texte ist durchaus kryptisch. Meist zeigt sich dies in einer Aneinanderreihung von Begriffen beziehungsweise Wortgruppen, die mal mehr, mal weniger verständlich erscheinen. Ein Beispiel aus dem Song „Keine Diskussion“, das eher zur zugänglichen Sorte gehört: „Rollenbild fixiert, Veränderung blockiert, Dominanz konserviert“. Diese Art des Textens zusammen mit dem vielseitigen Stilmix, der auch in einem Song wechseln kann, ergibt die beschriebene Sperrigkeit. Sie ist zwar das Markenzeichen der Band, schränkt die angesprochene Zielgruppe vermutlich aber deutlich ein.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #45 Dezember 2001/Januar/Februar 2002 und Klaus N. Frick
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #58 Februar/März 2005 und Klaus N. Frick
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Sven Grumbach
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #84 Juni/Juli 2009 und Sven Grumbach