
THE ULTIMATE DREAMERS aus Belgien, in wechselnder Besetzung seit den mittleren 1980ern existent, zelebrieren auf „Paradoxical Sleep“ eine perfekte Mischung aus eindringlicher Introspektion, pulsierendem Dark Wave, Goth und Synthie-lastigem Post-Punk, der stark an die italienischen Formationen THEY DIE und HAPAX erinnert, man denke an deren Ausnahmesong „Vitriol“, aber auch an CLAN OF XYMOX, KILL SHELTER und THE CURE. Wenn man flächig-paranoider Dunkelheit zugewandt ist, wird man bei diesem Album stilgerecht bedient. Der dunkle Bariton von Sänger Frédéric tut sein Übriges. „Traum“ und „The knife“, mit Gastsängerin June Dune (DEAD CRUSH), sind plakative Beispiele hierfür. Der letzte Song des Albums, „Awakening“, ein Instrumental, ist eine gute gemachte Synthese der düstersten Momente von THE CURE, wie etwa bei „Seventeen seconds“, und den Abgründen ihres Albums „Faith“ (1981). Selten wurde der Sound von THE CURE-Bassist Simon Gallup so perfekt neu inszeniert und mit der Art, wie Robert Smith damals Keyboards spielte, verwoben. Produziert hat das Album Len Lemeire, von der Band als eine Art fünftes Mitglied eingestuft und eine Hälfte des Projekts IMPLANT, und mit Jean-Luc de Meyer, Sänger von FRONT 242, Teil von 32CRASH. So bleibt alles in der Familie.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Markus Kolodziej