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UNDERDOG #76

In dieser Ausgabe beschäftigt sich Fred mit dem alten Haudegen Punk und hinterfragt Dogmen, Regeln, Widersprüche, Moden, Provokation, Rebellion und Kommerz. Punk ist für mich anarchische individuelle Freiheit und ich mache bestimmt nicht alles mit! Was wer wie als Punk definiert, ist individuell und soziokulturell unterschiedlich. Ich fand es anmaßend von CRASS, Bands wie THE CLASH und CHUMBAWAMBA oder hierzulande TON-STEINE-SCHERBEN oder SLIME (es gibt sicher aktuellere Beispiele) zu diffamieren oder zu diskreditieren. Niemand zwingt mich, ihre Musik zu hören, zu kaufen oder zu unterstützen. Und wer mit Nacktheit protestieren, schockieren oder einfach nur künstlerische Freiheit ausdrücken will, wird heute in die Sexismus-Schiene gedrängt. Ich muss das nicht gut finden, aber steht es mir zu, das zu beurteilen? Fred geht bei seinen Ausführungen sachlich und wissenschaftlich vor, wie bei einer Dissertation, und ist dabei gewohnt unterhaltsam. Eine Aussage auf einem Konzert war neulich, dass der ärgste Feind eines Punks ein anderer Punk ist, und aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre finde ich folgende Kernaussage eines Aufklebers treffend: „Keep the scene clean – support unity – hate divisions“. Und was ist Punk für dich?

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