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UNDERDOG #78

Fred Spenner liefert eine weitere lesenswerte Ausgabe, dieses Mal mit dem Themenschwerpunkt „Punk und Antisemitismus“. Einziger Kritikpunkt: bitte weniger KI-generierte Bilder! Einem kurzem Kapitel über Jüdische Identitäten im Punk folgt eine umfangreichere Auseinandersetzung mit antisemitischen Klischees, Stereotypen und Bildern im Punk, die sich oft unreflektiert in antikapitalistischen und antikolonialistischen Kampfbegriffen widerspiegeln. Weiter geht es mit der Rezeption der BDS-Bewegung in der Punk-Szene und dem aktuell neu befeuerten israelbezogenen Antisemitismus im Kontext des Gaza-Krieges. Das letzte Drittel der Ausgabe widmet sich den Möglichkeiten, in unserer Szene Antisemitismus zu entlarven, zu benennen und im Diskurs entgegenzuwirken. Fred richtet im Heft den Fokus durchgehend auf die Situation in der Szene und bringt viele Beispiele aus Songtexten und Interviews diverser Protagonist:innen. Ich bewundere seine optimistische Einstellung, durch Awareness und politische Bildung auf Punk-Events in unserem Mikrokosmos antisemitischen Einstellungen die Stirn zu bieten. Ich bin zur Zeit eher dabei, mit Teilen unserer Szene einfach abzuschließen. Darum sind Publikationen wie diese ein wenig Balsam für meinen aktuellen Zynismus.

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