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UNDEROATH

The Place After This One

UNDEROATH sind bekannt dafür, die Grenzen von Metalcore, Post-Hardcore und atmosphärischen Parts auszureizen. Bei „The Place After This One“ macht die Band keine Ausnahme. Wie schon auf „Voyeur“ ergibt sich daraus ein Album, das Härte nicht nur durch aggressive Gitarren und Screams definiert, sondern auch durch seine beklemmende Atmosphäre und tiefgründigen Texte. Schon mit den ersten Takten wird klar: UNDEROATH bleiben sich in ihrer Düsterkeit treu. Doch sie erweitern diese, indem sie nicht nur auf musikalische Härte setzen, sondern auch auf eine dichte, fast greifbare emotionale Schwere. Hin und wieder klingen leichte Einflüsse von NINE INCH NAILS durch. Das Album besitzt eine beeindruckende Dynamik, mal tobt es mit brachialer Wucht, mal bricht es in fragile, melancholische Momente ein. Besonders „Generation no surrender“ ist ein herausragendes Beispiel für dieses Pendeln zwischen den Extremen und die Vielschichtigkeit der Band. Ein weiteres Highlight ist „Teeth“. Der Track verbindet einen fast schon hypnotischen Refrain mit einem dunklen, pulsierenden Beat, um am Ende in einen heftigen Breakdown auszuarten. Man kann sich gut vorstellen, dass dieser Song ein fester Bestandteil zukünftiger Setlists wird. Was UNDEROATH auf „The Place After This One“ besonders gut gelingt, ist die Weiterentwicklung ihres Sounds. Sie bleiben sich treu, aber sie stagnieren nicht. Die Balance zwischen Chaos und Struktur, zwischen roher Wut und zerbrechlicher Melancholie ist noch feiner ausgearbeitet als auf „Voyeurist“. Wo andere Bands Gefahr laufen, sich zu wiederholen oder ihren eigenen Kern zu verwässern, gehen UNDEROATH den genau richtigen Weg: Sie verfeinern ihre Stärken und wagen gleichzeitig neue Experimente. Und fast jedes dieser Experimente zündet.

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