
Unheilvoll geht es mit „The abyss“ los. Akustikgitarren, Gewitter und Grabegeräusche, die im Einklang mit dem Coverartwork – eine mit Mistgabeln und Fackeln bewaffnete Menschenmenge zieht in der Nacht zum hell erleuchteten Elfenbeinturm – eigentlich auf ein Death- oder Black-Metal-Geschepper hindeuten. Doch weit gefehlt, denn die UNDERTAKERS spielen erstklassigen Scandirock mit einer ordentlichen Hardcore-Kante, so dass sich die Band auf „Ivory Tower“ fast wie ein kleiner Bruder von etwa THE GOOD THE BAD AND THE ZUGLY anhört. Der Gesang, die Melodien, die Background-Vocals, einfach alles. Und so ist es auch keine wirkliche Überraschung, dass deren Sänger Ivar Nikolaisen (auch KVELERTAK) bei „It’s all gone to shit“ neben Sänger Ole Pedersen die zweiten Leadvocals übernimmt. Wer anhand der Beschreibung neugierig geworden sein sollte, der teste neben dem genannten Song unbedingt auch „Head of the snake“, „Retaliation“ oder „No one can stop us“ an. Es bleibt abzuwarten, ob die UNDERTAKERS aus dem norwegischen Norden sich bei hoffentlich weiteren Alben genauso steigern können, wie TGTBATZ es taten. Erfreulich wäre es.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Guntram Pintgen