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URGENT KILL

It’s Ok To Be Kind

Ich hatte bis dato weder URGENT KILL noch das von Sänger Antoine „Tony P.“ Raven betriebene Label über den bloßen Namen hinaus so richtig auf dem Schirm, als die „It’s Ok To Be Kind“-LP der Holländer ins Haus flatterte. Was hier schon bei der Covergestaltung – X auf einer helfenden Hand – nach Youthcrew-Straight-Edge-Hardcore aussieht, ist es, zumindest musikalisch, natürlich auch. Nun ist Youthcrew nach über 35 Jahren und diversen Revivalrunden ja schon ganz ordentlich in die Jahre gekommen und kann mit den x-ten Songs über Unity (gut), Backstabbing (schlecht) und Drugfree (essentiell) schnell in die selbstzitierende Klischeefalle gehen. URGENT KILL sind thematisch zum Glück eine ganze Ecke breiter aufgestellt. Neben den erwartbaren Songs zum Thema Straight Edge behandeln die insgesamt neun, in ordentlichem Tempo vorgetragenen Stücke unter anderem religiös motivierten Hass sowie die Unterstützung von Queer- und Trans-Rechten. Bei „D.E.I. (A.k.a. tolerance)“ steuert July Salazar, Sängerin der von mir hochgeschätzten Peruanerinnen TOMAR CONTROL, die Guestvocals bei, bevor die Band zum Schluss dann noch mit „Straight outta hardcore“ ein gelungenes GOOD CLEAN FUN-Cover bringt. Macht Spaß!

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