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URI GELLER

Sans Swing

Discogs verrät, dass die Bandmitglieder bis auf den namentlich genannten Drummer anonym bleiben wollen, da sie Familie und Arbeit (und daher einen Ruf zu verlieren?) haben. Das Artwork von „Sans Swing“ weist die restlichen Namen hingegen aus. Das Quartett aus Hamburg beschäftigt sich mit dem Thema Verlust, seit 2005 das Kleinformat „Soul; And The Loss Of It“ erschien. Nachdem vor 20 Jahren der Soul und irgendwann der gute Ruf verloren gegangen sind, fehlt es nun an Swing. Und es fehlt URI GELLER an formaler Strenge. Die Stücke sind sehr kurz, zwischen einer und selten drei Minuten. Instrumentell ist alles darauf angelegt, dass sich die Klänge eruptiv und ungefiltert den direkten Weg suchen, um frontal mit dem Unkonventionellen zu kollidieren. Sobald er seine Klarinette zur Seite legt, irrlichtert Michel Chevaliers bebende Stimme durch das experimentelle Geröll aus Orgel, Bass und Schlagzeug. Die 16 Stücke auf „Sans Swing“ sind ein einziger, fiebriger Rausch, unkoordiniert und orientierungslos.

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