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DERSERTED FEAR

Veins Of Fire

Nach drei Alben bei Century Media sind die Thüringer nun bei Testimony angekommen und präsentieren dort ihr sechstes Album. Schnell wird deutlich, dass DESERTED FEAR auf Bewährtes setzen, ohne eine Revolution anzustreben – was angesichts ihres bisherigen Schaffens auch nicht zu erwarten war. „Veins Of Fire“ verkörpert melodischen Death Metal in seiner besten Form. Das Trio aus Eisenberg setzt auf organisches Storytelling – überwiegend im Midtempo. Falls überhaupt Kritik angebracht ist, könnte man die gleichförmige Tempogestaltung des Longplayers anführen, die die Variabilität im Songaufbau unnötig einschränkt. Andererseits ist die Struktur bei den zehn Tracks klar durchdacht und so zugänglich wie nie zuvor. DESERTED FEAR schaffen sofort Identifikationspotenzial und fesseln mit ihren eindrucksvollen Melodien und der herausragenden Gitarrenarbeit. Die Hooklines bleiben im Gedächtnis haften. Die unterschwellige Melancholie verstärkt die emotionale Tiefe der Stücke, die sich mit den Herausforderungen unserer Zeit auf einer persönlichen Ebene auseinandersetzen. Die drei Thüringer liefern ein überzeugendes Melo-Death-Album ab, wie es im Midtempo kaum besser umzusetzen ist. Mehr Aggression und rasantere Geschwindigkeit gibt es schließlich bei anderen Vertretern des Genres.

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