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SPIDERGAWD

VI

SPIDERGAWD sind zuverlässig wie ein Uhrwerk. Seit 2014 haben die Norweger spätestens alle zwei Jahre ein neues Album veröffentlicht. Alle durchnummeriert, alle mit verwandtem Artwork, alle veröffentlicht über Crispin Glover Records, alle toll. Trotzdem hat sich was getan bei der Band aus Trondheim, der Heimatstadt von MOTORPSYCHO, und dem umfangreichen Universum, dass die Band umgibt. Mit Brynjar Takle Ohr haben SPIDERGAWD einen zweiten Gitarristen an Bord, der auch gleich dem Songwriting seinen Stempel aufgedrückt hat. Als zweiter Live-Gitarrist ist er nach der letzten Tour einfach gleich dabeigeblieben. Zurück ist auch Saxophonist Rolf Martin Snustad, der die Band vor zwei Jahren verlassen hatte. So melodisch und straight habe ich die Norweger noch nie erlebt. Sie klingen mehr nach THIN LIZZY als je zuvor. Breitbeinig, langhaarig, muskulös. Melodischer Hardrock wie aus den späten Achtzigern. Kein Wunder, dass auf der B-Seite der ersten Single „At rainbow’s end“ mit „Man on the silver mountain“ ein Cover von RAINBOW versteckt ist. Was aber zählt, ist das Album, nicht die Single. Das Zusammenspiel der acht neuen Songs. Aufgenommen im Sørgården Studio in Trondheim, wo schon vier andere SPIDERGAWD-Alben entstanden ist. Das Reich von Sänger und Gitarrist Per Borten, in dem er auch Bands wie MOVING OOS, BRUTAL KUK oder WOODLAND aufgenommen hat.