Foto

VIBRATORS

Fall Into The Sky

Schon wieder ein neues Album der VIBRATORS? Ups, okay. Laut Pressemitteilung ist es definitiv das allerletzte Studioalbum der Herrschaften um die noch verbliebenen Originalmitglieder Knox und Eddie. So viel dazu. Bei allem Respekt für das grandiose Frühwerk dieser wegweisenden Londoner Punkrock-Helden ist es durchaus okay, hier den Schlussstrich zu ziehen. Zu viele Releases in zu kurzen Abständen verwässern das Gesamtwerk – leider kann man bei „Fall Into The Sky“ insgesamt auch nur von einem durchschnittlichen Album sprechen. Uptempo-Nummern wie der Opener „The owl and the kangaroo“ erinnern an die Frühzeit der Vibs, laufen nett rein, erreichen aber nie die damaligen Hitqualitäten. Auch „He is a psycho“ ist wie die anderen Songs im typischen Stil der Londoner gehalten – man kennt und mag den meistens poppigen und wenig hektischen Punkrock der ergrauten Herren durchaus! Wobei es an einigen Stellen leider wenig frisch, sondern latent „aufgewärmt“ klingt. Die Bluesrock-Ansätze werden hier glücklicherweise insgesamt wieder etwas zurückgefahren, richtig aufgeweckt und spritzig klingt allerdings auch anders. Oft so gehört, ohne dass sich die neuen Songs noch wirklich hervortun, um dauerhaften Eindruck zu hinterlassen. „Ganz nett“, aber irgendwie auch wenig hervorstechend. Meine Achtung dafür, dass Eddie und Knox (beide über siebzig) immer noch den Anspruch haben, neues Material zu schreiben und dieses zu veröffentlichen. Mir reicht allerdings die sympathische (bis 2020 jährlich stattfindende) Live-Performance im „Best Of“-Format aus, um der Band zu huldigen. Die absolute Die-hard-Fraktion wird sicher auch den neuen Release erwerben, ansonsten bitte die knackigen Klassikeralben „Pure Mania“ und „V2“ konsumieren und live im Club vorbeischauen.