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VLIMMER

Bodenhex

Die produktiven und kreativen Impulse von Alexander Donat aka VLIMMER sind grenzenlos. Er scheint 365 Tage im Jahr im Studio zu verbringen. Er konfiguriert sich bei jedem Album neu. Stilistischer Wandel und das Auflösen musikalischer Genregrenzen sind sein Credo. „Bodenhex“ ist das Dokument des Prozesses eines Versuchs, in dem es nicht um die Isolierung von der Gesellschaft geht, sondern ein Finden seiner selbst in einer Welt von überbordenden Reizangeboten. Aus dem Chaos des Lebens schält sich das Individuum heraus, das sich vor niemandem zu rechtfertigen hat außer sich selbst. Das hat etwas aus dem Kern des Schaffens von Tobias Gruben (CYAN REVUE, DIE ERDE). Das Epitaph der Lebenslinien von Tobias Gruben ist „Die Liebe frisst das Leben“, bei VLIMMER scheint es eher „Das Leben frisst das Leben“ zu sein. VLIMMER versteht sich gut auf die plakative Skelettierung seiner Seele. „Mondläufer“ und „Fadenverlust“ sind orchestrierte Ouvertüren in der Welt von Tribal-Post-Punk mit dröhnenden Synthies. „Sinkkopf“ ist seine ganz eigene Antwort auf „Es gibt kein geregeltes Leben“ von Tobias Gruben. Über den hat man einmal gesagt: „Die Stimme von Tobias Gruben verbittet es einem wegzuhören.“ Das gilt ebenso für VLIMMER. Er pulverisiert sich selbst, um der glühenden Apokalypse zuvorzukommen.

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