VLIMMER

Hintersommer

Eigentlich gehört Musik wie diese von jungen Menschen besprochen, die das gesamte Feld noch unbestellt und unbedarft für sich völlig neu entdecken können, ohne gleich Bilder und Vergleiche im Kopf zu haben. Andererseits freut es einen auch irgendwie, dass man sich für so einen Sound durchaus noch begeistern kann, einfach weil er so frisch und jung klingt, dass man gerne noch mal zwanzig wäre, um sich die Nächte so einem Sound tanzend um die Ohren zu schlagen. Soll heißen, dass noch nicht alles verloren ist, wenn es Bands und Musiker wie VLIMMER gibt. Wer mit DRANGSAL, Edwin Rosen und seinem Umfeld etwas anfangen kann, fühlt sich hier definitiv zu Hause. Elektronisch, den Schattenseiten des Lebens zugewandt, liefert VLIMMER, das Alter Ego von Alexander Leonard Donat, den Soundtrack für die Zeit, in der die Tanzenden übernehmen, um den Untergang zu feiern, so lange, bis die Party endgültig vorbei ist. Das klingt auf voller Länge wie aus einem Guss, exakt so wie ein Album konzipiert sein sollte. Als älterer Mensch kennt man vielleicht die eine oder andere Band, die bereits vor Jahren Ähnliches gemacht hat, kommt aber doch zu dem Schluss, dass es meistens nicht zu Ende gedacht wurde, ganz im Gegensatz zu VLIMMER.

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