
Die Berliner Cowpunk-Legende reitet bei ihrem zehnten Studioalbum durch den märchenhaften, rockigen, weihnachtlichen Wald. Nach „Truck Me Harder“ von 1989 ist es das zweite Konzeptalbum der Band, die 1983 im Rockabilly begann, sich irgendwann die Haare wachsen ließ und sich musikalisch allmählich in eine andere Richtung orientierte. Sie tourten einst mit den STRAY CATS, sie waren anfangs beim Wacken Festival dabei und sie haben bei aller Experimentierfreude nie ihre Ursprünge vergessen. Hier nun 16 Songs rund ums anstehende Fest. „Let it snow“ gibt gleich zu Beginn die Stimmung vor. Es erinnert vom Gesangsstil her etwas an REVEREND HORTON HEAT, „Christmas day“ dann an ihre 1990er-Phase, wo sie teilweise mit metallisch klingender Gitarre rockten. Man denke nur an das starke Album „Essential Country Bullshit“, bei dem Bela B und JINGO DE LUNCH-Members mitwirkten. „Rocking around the christmas tree“ gestaltet sich durch das schöne Duett von John Boy mit seiner Frau Alexandra zu einem weiteren wohltuenden Farbtupfer. Und zum Schluss wird ihr noch eine gelungene Klaviernummer gewidmet. Der Weihnachtsmann trägt in diesem Jahr einen Cowboyhut. Yehaw, das ist wieder eine feine Sache geworden.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #138 Juni/Juli 2018 und Markus Franz
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