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JUST MUSTARD

We Were Just Here

Es gibt ein paar Dinge, die ich in Musik nur ganz schlecht abkann. Digitale Handclaps zum Beispiel, Jodeln in sämtlichen Varianten (ja, die avantgardistischen Klangexperimente von Yoko Ono und Björk zähle ich da ausdrücklich dazu) oder Cher-„Believe“-AutoTune-Stimmverzerrung. Nicht zuletzt aber auch digital überarbeitete, verhallt entrückte weibliche Unschuldsvocals, das klangliche Pendant zum naiven Kulleraugen-Manga-Girl im knappen Schuluniform-Röckchen. Das bekommt außer PORTISHEAD kaum eine Band überzeugend hin. Doch genau die setzen JUST MUSTARD auf ihrem dritten Album fast ausschließlich ein. Klassischer Durchschnitts-Dreampop also, dabei zaubert das irische Quintett rein instrumental eine richtig mitreißende Mischung aus knackigen Beats, dissonant-catchigen Synthieloops und verzerrten Gitarren ins Ohr. Wirklich sehr schade drum. Na ja, Senf allein ist halt auch nicht der Burner ...

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