
FLEUR DE FEU, was in etwa „Blume des Feuers“ bedeutet, schweben musikalisch in einer Art intensiver und spiritueller Reise mit epischen, von Streicherarrangements durchzogenen, Soundscapes, die wunderbar an die 4AD-Ausnahmebands THIS MORTAL COIL und DEAD CAN DANCE erinnern. Man kann sich auch an die dunklen Soundtracks von Warren Ellis und Nick Cave speziell für „The Road“ (2009) von John Hillcoat erinnert fühlen. Bei den Songs ist eine gute Portion Mystik mit im Spiel. Der Albumtitel „Weep“ hat durchaus seine Berechtigung, da er sich im Gesang widerspiegelt. Das Album ist inspiriert von den Schriften der „Eulenfrau“, eine Medizinfrau der Cheyenne, die im 19. Jahrhundert vorwiegend im Westen der USA lebten. Das FLEUR DE FEU-Album ist aber auch eine Hommage der belgischen Sängerin und Gitarristin Dominique Van Cappellen-Waldock, an ihren Großvater, der Mitglied des Ancient Order Of Druids war, sowie an ihren 2023 verstorbenen Vater. „Weep“ ist auch das Ergebnis von tiefer und persönlicher Introspektion.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Markus Kolodziej