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WEIRD OMEN

Blood

Das ist schon beachtlich: Bereits fünf Alben und sieben Singles hat das französische, sehr untypisch besetzte Trio WEIRD OMEN hervorgebracht. Und nach wie vor haben sie eine absolute Ausnahmestellung, denn mit ihrem Sound gibt es zur Zeit nur sehr wenig Konkurrenz. Gitarrist/Sänger Sister Ray, Drummer Dam-o-maD und die „Geheimwaffe“ Fred Rollercoaster (auch bei King Khans SHRINES und BEE DEE KAY & THE ROLLERCOASTER) am Bariton-Saxophon spielen einen scheppernden, kruden Minimal-Beat, der ohne Bassbegleitung auskommt und dennoch genügend Fundament hat. Natürlich wäre so eine Scheibe nicht entstanden ohne den vorherigen Konsum von CRAMPS, GUN CLUB, STOOGES („Fun House“-Ära) oder meinetwegen auch SONICS-Platten. Und trotzdem spielt der stoische, latent aggressive Trash der drei Franzosen in einer ganz eigenen Liga. Mit treibenden Drums, hektischem Riffing und dem rachitisch krähenden Saxofon haben sie ihre eigene musikalische Handschrift entwickelt. Der fordernde Opener „I wanna“ spricht direkt Klartext, „Slumlord“ (nicht die DEVIANTS-Nummer!), „I cant’ stand it“ und auch „All wrong“ mit dem stumpf marschierenden Viervierteltakt sind einige der stärksten, weil krachendsten Nummern. Der Fuß findet auf „Blood“ nur selten den Weg zum Bremspedal, das Album kommt vom ersten Takt bis zum Schlussakkord ohne Atempause aus und ist in seiner Intensität schwer zu toppen.

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