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WENN ICH JAMES STEWART GEWESEN WÄRE

Robsie Richter

Robsie Richter, Jahrgang 1964, ist ein langjähriger Vertreter deutschsprachiger Underground-Poesie – und ein sehr produktiver Schreiber. Beat-Literatur würde ich das nennen, und zwar nicht die der optimistischsten Art. Da gibt es Texte über Insassen von Kranken- und Pflegeheimen, einiges an Pop-Referenzen von den BEATLES über die CRAMPS bis hin zu Punk wird auch hineingebracht – der Mensch schreibt über das, was er kennt, und das tut er gut. All das in einer sehr knorzigen und lakonischen Art, die immer sehr direkt, und nahbar, aber nie kitschig erscheint. Ich muss ein wenig an Texte von Jörg Fauser denken, und auch Bukowski schwebt natürlich immer durch den Raum, wenn es um ungeschminkte und vermeintlich desperate Lyrik geht. Lyrikbände sind für mich allerdings meist eher schwere Kost – zumindest, wenn die Herangehensweise sein soll, sie in einem Rutsch durchzupflügen. Es macht mehr Sinn, pro Tag mal einen Text rauszusuchen und sich auf Zunge und Hirn zergehen zu lassen. Im Fall von Robsie Richter gibt es einige Texte, die das Entdecken wert sind.

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