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WIE SOLL MAN DR. MRÁČEK ERTRÄNKEN?

Zu Weihnachten läuft in schöner Regelmäßigkeit Václav Vorlíceks Märchenfilm-Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ aus dem Jahr 1973, der kürzlich noch mal als schöne Blu-ray-Edition wiederveröffentlicht wurde. Mehr hatte mich die Neuauflage von Vorlíceks herrlicher Hexen-Fantasykomödie „Das Mädchen auf dem Besenstiel“ von 1971 mit ihrem leicht jazzigen Soundtrack von Angelo Michajlov gefreut, die für mich deutlich besser als der etwas zu rührselige Aschenbrödel-„Kultfilm“ repräsentierte, was die tschechischen Kinder- und Märchenfilme der 1970er und 1980er ausmacht. Denn deren makabere Komik ist zum Teil gar nicht so kindgerecht. In eine ähnliche Richtung geht auch Vorlíceks modernisierter Märchenfilm „Wie soll man Dr. Mrácek ertränken? oder Das Ende der Wassermänner in Böhmen“, dessen schräge Komik an andere Arbeiten des Regisseurs erinnert wie „Wie wäre es mit Spinat?“ oder die großartige Fernsehserie „Die Märchenbraut“ von 1980. Ähnlich wie „Die Märchenbraut“ oder „Das Mädchen auf dem Besenstiel“ beschreibt Vorlícek in „Wie soll man Dr. Mrácek ertränken?“ (mit Aschenbrödel Libuše Šafránková) den Aufeinanderprall von Märchenreich und Menschenwelt und den daraus resultierenden Konflikt zwischen normalen Menschen und menschenähnlichen Fabelwesen. In diesem Fall die letzten böhmischen Wassermänner, die Seelen Ertrunkener in kleinen Porzellantöpfchen sammeln, und deren Existenz bedroht ist, weil sie aus ihrer schön feuchten Wohnung in eine trockene umziehen sollen. Also versucht man den dafür verantwortlichen städtischen Beamten Dr. Mrácek irgendwie loszuwerden. Auch dieser eigenwillige und immer noch sehr lustige Märchenfilm von Vorlícek erschien jetzt in exzellenter Qualität das erste Mal auf Blu-ray.

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