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WILDE JAGD & METROPOLE ORKEST

Lux Tenera – A Rite To Joy

Das Roadburn Festival in Tilburg, in den Niederlanden ist immer gut für außergewöhnliche Auftritte wie die außerordentlich gelungene Kollaboration des CELTIC FROST-Nachfolgers TRIPTYKON mit METROPOLE ORKEST, einem niederländischen Big-Band-Orchester mit Streicherformation. Das ist nicht zu vergleichen mit den üblichen „Lass uns unsere Songs mal fürs gediegene Klassik-Publikum aufmotzen“-Aktionen. Sebastian Lee Philipp, der Kopf hinter DIE WILDE JAGD (der hier Pate stehenden Volkssage widmet sich ein ausführlicher Wikipedia-Artikel), tat es 2024 Tom G. Warrior gleich und trat auf dem Roadburn zusammen mit dem METROPOLE ORKEST auf. Mit den bisherigen Platten von DIE WILDE JAGD, die durchaus gelungen die experimentelleren und elektronischeren Vertreter von Krautrock in Deutschland in den 1970er Jahren aufgriffen, bin ich nie so richtig warm geworden, doch diese neuen, extra für diese Kollaboration entstandenen Kompositionen besitzen durch die Integration des vom britischen Komponisten Simon Dobson geleiteten Orchesters eine Vielschichtigkeit und Lebendigkeit und vor allem Wucht, die die bisherigen, etwas steril wirkenden minimalistischen und düster-hypnotischen Soundscapes von Philipp immer etwas vermissen ließen. Alleine für dieses beeindruckende Konzert hätte sich der Besuch des letztjährigen Roadburn Festivals gelohnt.

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