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REVOX

You Treat Me So Bad

Ihr viertes Album werfen THE REVOX hier mit „You Treat Me So Bad“ auf die Kampfbahn, nach „In Mono“ das zweite aus dem Hause der Teenpunk-Schmiede Soundflat, und machen darauf eine weiterhin gute Figur im Stall der Primitive-Garage-Spätlinge. Als würde der Medway durch die Schweizer Alpen fließen, so klingt der Mono-Sound der Kellerbeat-Punks REVOX – grobschlächtig-verschrammelt bei gleichermaßen detailverliebten Arrangements, ein roh aus dem Äther geschütteltes Instrumentarium hinter mehrstimmigen Chorsätzen. Das namensgleiche Fuzzpedal von Vox gibt THE REVOX ihre Marschrichtung vor, quält 13 Garage-Stomper nach „Nuggets“-Bauart unter der Beatle-Boot-Stiefelette hervor. Jene – und wahrscheinlich sind sind sie sogar ihre mitreißendsten Songs – sind hier mal rein instrumental gehalten, werden dort dann wieder moody, beackern Folk-Beat-Territorium oder zücken in frenetischen Garage-R&B-Eskapaden die Mundharmonika. „You Treat Me So Bad“ ist ein wirklich vollends gelungenes Album, das sowohl seine stilistischen Grenzen eng absteckt als sich auch darin die größtmögliche Freiheit nimmt, Kapriolen zu schlagen, in Schrammelei zu explodieren, nur um dann wiederum Hooks hervorzubringen, die sich direkt ins Gedächtnis fräsen.