
Die bayerische Antwort auf GIUDA. Das Quartett aus München schafft den nahtlosen Schulterschluss zwischen 77er-Punk, Powerpop und Glamrock. Suicide Pop nennen sie ihren Sound selbst. Hymnische Songs über das Großstadtleben, Liebeskummer, Außerirdische und Wasserbetten. Auf dem Cover ist das Logo der Band zu sehen: Eine Variante vom Hammer & Sichel der Sowjetunion. Den Hammer ersetzt hier ein Martini-Glas. Ähnlich wie THE TRUFFAUTS aus Nürnberg haben sich die vier Musiker französische Pseudonyme zugelegt. Frontmann Marc Villon heißt eigentlich Marc Ortmann, im Pass von Gitarrist Gregor Clochard steht Gregor Sandler. Das selbstbetitelte Album ist der Nachfolger des Debüts „Dirty Laundry“ (2018) und das erste für das italienische Punk- und Ska-Label KOB Records. Labelgründer Enrico De Angelis ist gleichzeitig auch Sänger von LOS FASTIDIOS, deshalb haben die sich im Album-Opener „Vertigo“ verewigt. Live standen die Münchner auch schon mit TV Smith auf der Bühne, dem früheren Bandleader von THE ADVERTS. Das beschreibt das Spannungsfeld ganz gut, in dem sich ZOO ESCAPE bewegen. Immer ein Ohr für alte Helden, immer die Tanzschuhe an, immer ein breites Grinsen im Gesicht. Mit ihrem zweiten Album machen die Münchner einen großen Schritt nach vorne und reihen sich ein in die Riege junger Hüpfer wie GRADE 2 oder RAT BOY, die gerade für Furore sorgen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #124 Februar/März 2016 und Dirk Klotzbach
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #182 Oktober/November 2025 und Wolfram Hanke
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #122 Oktober/November 2015 und Dirk Klotzbach
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #141 Dezember/Januar 2018 und Dirk Klotzbach
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Wolfram Hanke