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BRENNHOLZVERLEIH

Zustände

Ska, Reggae und Rocksteady aus Norddeutschland erklingt von der schnieken schwarz-roten 10“, auf der auch zwei illustre Gäste mit dabei sind. Zum einen aus der Konserve der alte TON STEINE SCHERBEN-Manager Nikel Pallat, dessen Holzhackerattacke im öffentlich-rechtlichen Fernsehen noch einmal zu hören ist („So verdammt wichtig“), zum anderen der hiesige Ska-Papst Dr. Ring-Ding persönlich, der in „Überfall“ mithilft, die B-Seite einzuläuten. Dass sich daraus das beste Stück ergibt, schien bereits vorab logisch. Doch mir gefallen auch etliche andere Dinge, der Opener „Bisphenol A“ beispielsweise, musikalisch, aber auch textlich, weil hier die sinnlose menschengemachte Verschmutzung der Meere durch Plastikabfall angeprangert wird. Danach geht es im Takt eher gemächlicher in Richtung Rocksteady weiter, was den „Zuhör-Faktor“ noch einmal unterstreicht und deshalb nur allzu folgerichtig ist. Der Sänger erinnert mich stimmlich an seine Kollegen von SPICY ROOTS oder LOS PLACEBOS. „Wer hat noch wirklich Zeit, in dieser permanenten Hektik / Alles Gute, das bleibt, das machen sie irgendwann hässlich“, singt er mit Fug und Recht. Doch diese Scheibe von diesem fähigen Bremer Achter macht mir niemand madig!

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