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Interviews & Artikel

EASTSIDE BOYS

Back to future!

Die EASTSIDE BOYS sind zurück! Und sie sind nicht nur zurück, eventuell stehen sie im Moment sogar erst am Anfang. Wer sich noch an das Interview vom Oktober 2006 (das Ganze nachzulesen in Ausgabe #71) erinnert, ist mit den "hard-facts" über die Jungs aus Berlin sicher schon gut vewww.eastsideboys.netrtraut und weiß, dass ihr letztes Werk "Die Zeit ist reif!", erschienen auf Bandworm Records, nun auch schon drei geschlagene Jahre auf dem Buckel hat und wird aufgrund des eben veröffentlichten neuen Albums "The Boys Are Back In Town!" sicher schon den einen oder anderen Freudensprung vollzogen haben. Allen anderen sei an dieser Stelle verraten, so viel schon mal vorweg: das neue Album ist nicht nur der bloße Nachfolger zum eben genannten. Vielmehr ist "The Boys Are Back In Town!" als Ergebnis und Statement jahrelanger Bemühungen um das richtige "standing" als Band innerhalb der "Szene" und dem Umgang mit den Wirrungen des täglichen Lebens zu verstehen. Über die Entstehung und Hintergründe zum neuen Output und zu sämtlichen bandspezifischen Fragen meinerseits, stand mir Bertram (Gesang, Gitarre.) ausführlich Rede und Antwort.


Als ich den Titel des neuen Albums das erste Mal las, dachte ich mir, wieso "back in town", waren die Jungs irgendwo verschollen, im Haifischbecken der Musikindustrie eventuell? "Der Name fiel uns mal in der Kneipe nach der Probe ein und passt in jeder Hinsicht", so die spontane Antwort von Bertram. "Erstens wegen des Umzugs nach Berlin, dann weil es ja, wie gesagt, etwas ruhiger um uns geworden war nach der letzten Platte und wir irgendwie "wieder zurück" sind. Außerdem kann man sich den Namen leicht merken und er klingt einfach geil! Erstmalig haben wir auch mal einen Titelsong zum Albumtitel. Da geht es um die Erlebnisse, Erfahrungen auf Konzerten und darum, dass es immer wieder Spaß macht live zu spielen, egal in welcher Stadt oder in welchem Dorf."

Damit sollte klar sein, dass den Jungs ihr neues "Baby" ein besonderes Anliegen ist, wofür sie sich zum einen, "drei Jahre Zeit gelassen", haben und zum anderen, "sich wirklich viel verändert hat in der Zeit." Zur Herangehensweise an das neue Album, und den Begleitumständen äußert sich Bertram wie folgt: "Wir wohnen jetzt in Berlin und haben seit Februar 2006 mit Jens einen neuen Schlagzeuger gefunden. Nachdem es doch etwas ruhig um uns geworden war, passt jetzt wieder alles und wir haben mehr Spaß am Musik machen als je zuvor! Wir haben noch nie so viel Energie und Herzblut in ein Album gesteckt, wie in dieses. Aus heutiger Sicht erschienen uns die Songs vom Vorgängeralbum teilweise etwas eintönig und zurückhaltend. Nicht dass es schlecht war, aber es gab viele Punkte, die man noch hätte verbessern können. Was hat sich also geändert? Wie gesagt haben wir mit Jens als Drummer einen anderen Schlagzeugsound und allein dadurch mehr Abwechslung und Druck in den Songs. Wir haben zum ersten Mal ein anderes Studio aufgesucht und wir haben uns wesentlich genauer auf die Aufnahmen vorbereitet. Mit dem Ergebnis sind wir mehr als zufrieden."

Natürlich weckt das auch Hoffnungen, für die geleisteten Mühen auch die nötige Anerkennung zu erlangen. "Aus unserer Sicht ist es mit Abstand das Beste, was wir je gemacht haben, und wir sind gespannt, wie es den Leuten gefallen wird." So das Statement von Bertram zu den persönlichen Erwartungen an das neue Album. Sicher kennt man derlei Aussagen zu Genüge, wer sich aber bewusst hinterfragt und auch mal was riskiert, darf ruhig schon mal ein wenig pathetisch werden. Vor allem die Wahl eines anderen Studios und Produzenten schien den Jungs den nötigen Kreativschub verliehen zu haben. Die Entscheidung fiel auf das Berliner Musiclab-Studio und Harris Johns als Produzenten, der schon für so einige Klassiker im Punk- und Metal-Bereich verantwortlich zeichnet. Dieser hat ihnen, laut Bertram, "noch mal so richtig auf die Sprünge geholfen. Harris hat noch mal eine ganz andere Vorstellung von Qualität und wir mussten uns mächtig ins Zeug legen, bis wir alles im Kasten hatten."

Auch in Sachen Artwork und Vertrieb betreten die Boys mit der neuen Scheibe bisher unbekanntes Terrain. So konnten sie für die Gestaltung des Albums mit Sammy von den BROILERS einen bekanntermaßen überaus kreativen Kopf gewinnen, der für das passende Erscheinungsbild der CD- und Vinylversion gesorgt hat. Richtig gehört, auch Vinyl gibt es vom neuen Longplayer. Und zwar strikt limitiert das Ganze und auf Bandworm Records erschienen. "Vinyl muss natürlich auch sein", antwortet Bertram auf die Frage nach der Relevanz des analogen Tonträgers in einer Zeit, in der Downloads dem Physischen den Kampf angesagt haben. Mit der Wahl des Labels und des neu gewonnenen Vertriebes Sunny Bastards scheinen sie auch mehr als zufrieden: "Mit Christian hat von Anfang an alles gepasst und so war klar, dass wir unsere neue CD mit ihm zusammen herausbringen. Und mit Bandworm ist da unser ‚erstes‘ Label wieder mit im Boot. Mark hat ja auch unsere erste Single und den ersten Longplayer ‚Echte Helden‘ herausgebracht. Mit beiden Labels sind wir in engem Kontakt und alle Entscheidungen werden zusammen getroffen. Wir sind bisher voll zufrieden und es gibt nichts zu meckern."

Wer die bisherigen Veröffentlichungen der Jungs kennt, kann sicher nicht abstreiten, dass man mittlerweile von einem gewissen "EASTSIDE BOYS-Sound" sprechen kann. Darauf angesprochen und gefragt, ob es nicht schon auch mal kribbelt, diesen ein wenig zu verändern, ihm eine andere Note zu geben, argumentiert mein Interviewpartner folgendermaßen: "Durch Jens hat sich der Schlagzeugsound stark geändert und durch den Studiowechsel ist der Sound besser geworden. Außerdem haben wir bei dem Song ‚Viva la Reunion‘ mal einen schönen Flügel eingebaut und bei ‚Waiting‘ und ‚HKHC‘ haben uns Hans von STRONGBOW und Mickey ‚Well‘ Done, NYC, am Mikro unterstützt. Alles in allem klingt die Scheibe frischer, runder und druckvoller als die alten Sachen und es gibt mehr Abwechslung als zuvor."

So gesehen stellt die neue Platte mehr als einen Nachfolger zu "Die Zeit ist reif" dar, sondern markiert in vielerlei Punkten einen Richtungswechsel. Einen bedingtermaßen selbst gewählten Neuanfang, oder treffender und im übertragenen Sinne auf den Punkt gebracht: "Back In Town!" Bezüglich zukünftiger Pläne meint mein Interviewpartner Bertram: "Der Song ‚Scheiße schwimmt nicht immer oben‘ wird zusammen mit dem neu eingespielten ‚30er-Jahre-Show‘ auf dem Sampler "Oi! gegen Rassismus" drauf sein. Ansonsten gibt es keine konkreten Pläne für Releases. Jetzt wird erst mal wieder live gespielt. Wir sind schon voll heiß drauf!"

Lars Weigelt

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #75 (Dezember 2007/Januar 2008)

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