Interviews & Artikel : BIERSPECIAL: Mario Warnken :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

BIERSPECIAL: Mario Warnken

Ich bin Brauer von Beruf

Mario Warnken aus Düsseldorf, man kennt ihn auch als „Roller-Mario“, ist Bierbrauer von Beruf. Also Fachmann in Sachen Bier. Und deshalb interessierte uns seine Sicht der Dinge.

Wie bist du zu diesem Beruf gekommen, was fasziniert dich daran, was macht Spaß, was nicht?


Das lag vor allem am Mitarbeiter des Arbeitsamtes, der nichts über den Studiengang „Brauwesen“ sagen konnte. Spaß macht mir alles, zumal man in den heutigen modern ausgestatteten Brauereien nicht mehr die nervige „Handarbeit“ zu erledigen hat. Außerdem kann ich ja sonst nichts, für das mich irgendeiner bezahlen würde.

Was sind deine bevorzugten Biersorten und -marken?

Ich habe keine bevorzugten Biersorten oder -marken, ich will alles mal probieren.

Wenn man mal in Süddeutschland Urlaub macht, stellt man fest, dass es dort noch viel mehr kleine lokale Biermarken gibt, alle Biere schmecken anders, und einem wird bewusst, wie man – mangels Alternativen in Kneipen etc. – selbst schon auf den Mainstream von Beck’s, Heineken und Co. geeicht ist. Was kannst du aus beruflicher Sicht zur geschmacklichen Gleichmacherei und Gleichschaltung sagen?

Nun gut, diese Gleichmacherei liegt in der Natur der Sache, alle Großbrauereien arbeiten mit ähnlichen Verfahren. Die Wirte entscheiden sich oft für das Bier, dessen Brauerei die besten Angebote macht hinsichtlich Zapfanlagen oder Einrichtung. Oftmals sind die Kneipen auch in Brauereibesitz beziehungsweise auf lange Zeit an die Brauereien gebunden. Dazu kommt der Kunde, der halt „Etiketten-Trinker“ ist, also nur das ihm Bekannte haben will und geschmackliche Veränderungen, wie zum Beispiel bei Beck’s, gar nicht wahrnimmt beziehungsweise wahrhaben will.

Du arbeitest seit vielen Jahren schon als Brauer, in verschiedenen Brauereien. Wie hast du die Veränderungen am Markt hinsichtlich der Verdrängung von mehr und mehr kleinen Brauereien durch die Marktführer erlebt?

Dadurch dass ich immer bei Brauereien gearbeitet habe, die eine lokale „Spezialität“ brauen, hat sich dieses Verdrängungsproblem für mich nie gestellt.

Wie sieht die Verdrängung praktisch aus? Oft steht ja nach einer Übernahme noch der alte Name auf der Flasche, das Bier kommt nur von woanders her.

Nimm die Altbier-Brauereien. Weder Gatzweiler, Frankenheim, Hannen noch Schlösser werden noch in den Stammbrauereien hergestellt, zum einen weil es die Braustätten nicht mehr gibt, zum anderen weil die Braustätten von Großbrauereien übernommen worden sind, die dort ihr Bier brauen, wie etwa Hannen von Oettinger.

Sind die Kleinen selbst schuld, sind die großen Braukonzerne alle böse ...?

Weder sind die Kleinen selbst schuld, noch sind die Braukonzerne böse. Das Hauptproblem ist wie immer der Kunde. Es gibt halt eine Straße, auf der sich die Großbrauereien geschmacklich befinden, aber es gibt dermaßen viele Abzweigungen, Ausfahrten und Feldwege, die einfach mal von den Biertrinkern benutzt werden sollten. Wenn ich aber nicht selbst aktiv werde, um mal „andere“ Biere zu probieren, muss ich halt das nehmen, was im Angebot ist.

Ist der Trend zu Event-Gastronomie rund um eine „Hausbrauerei“ eine Lösung? Was hat es überhaupt mit denen auf sich, ist das eine Alternative?

Das ist eine Supersache. Die Jungs und Mädels in den Hausbrauereien haben einfach so viele Möglichkeiten für Experimente in Sachen Bier, die man in größeren Brauereien nicht hat.

Was hältst du vom in den USA so beliebten „Homebrewing“ – praktikabel oder Finger weg?

Hm, da kann ich nichts zu sagen. Ich habe zwar Kollegen, die zu Hause brauen, aber mir reicht mein „Haustrunk“ ...

Dein Tip in Sachen leckerem, korrektem Bier – weil kleines, nettes Familienunternehmen, jenseits von lokalen Hausbrauereien?

Das kann ich nicht und will ich nicht, nur soviel: die Biere der Brauerei Bosch aus Bad Laasphe haben mir sehr gut geschmeckt.

Joachim Hiller

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #104 (Oktober/November 2012)

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