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Interviews & Artikel

Cover-Ikonen: UNSANE - s/t (Matador, 1991)

Roh, wütend, ungestüm und lärmig im Ton, provokant in den Bildern. Das UNSANE-Debüt von 1991 in einem Satz. Auf dem Cover ein blutüberströmter Toter in roter Jacke, der mit abgetrenntem Kopf auf den Gleisen der New Yorker U-Bahn liegt. Ob das heutzutage so durchgewunken werden würde? Das von Frontmann Chris Spencer konzipierte Covermotiv provoziert. Zumal er in Interviews immer wieder darauf besteht, dass es sich dabei um ein echtes Polizeifoto handele, das Bassist Pete Shore von einem befreundeten NYPD-Fotografen zugespielt worden sei. Wenn er allerdings mit Mario Bavas „Die Stunde, wenn Dracula kommt“ oder George Romeros „Die Nacht der lebenden Toten“ Horrorfilme als Inspirationsquellen anführt, darf an der Authentizität des Bildmaterials durchaus gezweifelt werden. Die Legende füttert Spencer reichlich, unter anderem indem er die negative Konnotation des Begriffs Blut im Zeitalter der steigenden Zahl an AIDS-Toten ins Spiel bringt: „Blut war echt tabu. Es war ein krankes Vehikel für Kunst, tatsächliches, echtes Blut.“

Ob dieses Bild – wie auch das auf ihrem dritten Album „Scattered, Smothered & Covered“ – nun echt ist oder nicht, lässt sich nicht abschließend klären. Jedenfalls knüpft der Bandschriftzug in voller Coverbreite augenscheinlich an frühe Sub Pop-Veröffentlichungen an. Klar ist auch, dass BOSS HOG-Bassist Jens Jurgensen an allen frühen UNSANE-Artworks als Fotograf beteiligt war, bei „Total Destruction“ bekommt er auch ausdrücklich die Credits für das Frontcover. Ärger bekamen die New Yorker im Zusammenhang mit ihren visuellen Blutorgien in dieser Phase nicht. Erst eine optisch Giger-mäßig mit bis zur Unkenntlichkeit verunstalteten Körpern, Blut, Gedärmen und Genitalien aufgebrezelte Split-7“ mit der französischen Band HINT auf Pandemonium Records 1997 (an dessen Entwurf Spencer gar nicht beteiligt war) rief die Behörden auf den Plan, sogar in Deutschland, wo es sogar zu Hausdurchsuchungen kam deswegen. Blut ist ja offenbar irgendwie noch okay, aber wehe irgendwo ist ein erigierter Penis zu sehen ... Die DEAD KENNEDYS können ein Lied davon singen. Ist am Ende das Artwork der Grund dafür, dass das UNSANE-Debüt-Album noch immer nicht wiederveröffentlicht wurde? Obwohl gesucht und hoch gehandelt? Möglich. Aber wer weiß, vielleicht wagt sich ja doch bald wieder jemand an diese Perle heran?

Anke Kalau

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #141 (Dezember/Januar 2018)

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POISON IDEA sind eine der übergroßen Legenden des US-Punk/Hardcore. 1980 in Portland, Oregon gegründet, waren sie schon bald eine jener Bands, die man kennen musste, die mit ihrem 7“- und 12“-Output viele Jäger und Sammler zu ihren Anhängern zählte. ... mehr