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Interviews & Artikel

SONIC BEAT EXPLOSION

Gute Karten

Fünf Jahre hat es gedauert, bis THE SONIC BEAT EXPLOSION aus der Skat-Stadt Altenburg den Nachfolger ihres Überalbums „Electrophonic Soul“ aus der Taufe heben konnten. Das Warten hat sich aber mehr als gelohnt, denn mit „Ruckus“ ist ihnen erneut ein kleines Meisterwerk gelungen. Sänger und Gitarrist Martin Fischer beantwortete uns ein paar Fragen.

Im letzten Interview sprachen wir kurz über DEAD MOON, jetzt seid ihr auf einem DEAD MOON Tribute-Sampler vertreten, neben dem Who-is-Who der Szene. Wie kam es dazu?


Marco von Ghost Highway Recordings hat uns angefragt. Wir waren sofort Feuer und Flamme. Als wir dann noch lasen, wer noch alles dabei ist, waren wir natürlich baff und fühlten uns sehr geehrt.

Mit „Payin’ Our Dues“ gibt es aktuell auch ein HELLACOPTERS-Tribute, wo ihr beteiligt seid.

Da kamen El Capi und Mario von den PLAYA ANGELS auf uns zu. Es ist lustig, dass die zwei Sampler so zeitnah rauskamen. Wobei Anfrage und Aufnahmen für „Payin’ Our Dues“ schon 2017 stattfanden.

Im Gegensatz zu anderen Bands eures Genres veröffentlicht ihr keine Singles, sondern nur Alben. Warum?

Ganz einfach: Geld! Wir hätten gern hier und da schon eine Single gemacht, aber können es uns schlichtweg nicht leisten.Falls du jemanden kennst, wir haben noch paar Songs auf Lager.

Mit der Verpflichtung von Stefan Boman für den Mix in den Polar Studios, den ABBA-Studios, habt ihr alle Register gezogen.

Wir hätten nie gedacht, dass es klappt. Ich dachte mir „Fragen kostet ja nix“ und hab ihm eine Mail geschrieben. Er hatte sofort Bock drauf. Wir schickten ihm die ganzen Spuren und er hat mit dem Mixen begonnen. Ich finde schon, dass er ein gutes Händchen hat, was den Mix angeht. Da er eine Menge unserer Lieblingsalben gemixt hat, war es auch um vieles leichter, bestimmte Wünsche und Anmerkungen umzusetzen. Auch mit Jürgen Hendlmeiers Mixen waren wir immer sehr zufrieden, aber der hat ja zur Zeit viel um die Ohren mit seiner Brauerei in Finnland.

Warum hat es fast fünf Jahre gedauert, bis „Ruckus“ fertig war?

Es ist halt abgesehen vom Personalwechsel in der Band auch abseits viel familiär und beruflich passiert. Das hat uns hin und wieder ganz schön ausgebremst. Der Weg bis ins Studio war echt hart diesmal. Aber auch bis zur Veröffentlichung hat sich das wieder ganz schön gezogen.

Die früher so offensichtlichen Vorbilder wie FLAMING SIDEBURNS oder HELLACOPTERS schimmern auf „Ruckus“ nur noch ab und zu durch. Schwimmt man sich als Band kompositorisch irgendwann einfach frei oder verschieben sich nur die Einflüsse?

Egal, was einige Leute über uns meinen mögen, aber THE HELLACOPTERS und Co. sind einfach in unserer DNA. Die bekommst du jetzt auch nicht mehr aus uns raus. Aber abgesehen von unseren musikalischen Wurzeln kommen auch immer neue Einflüsse hinzu. Man möchte auch musikalisch nicht auf der Stelle treten. Und so ist „Ruckus“ einfach entstanden. Aber ich gebe schon zu, dass wir diesmal mit Absicht die HELLACOPTERS-like Riffs ein wenig ausgesiebt haben. Die heben wir uns fürs nächste Album auf, haha.

Mit Marco Padin und Ghost Highway Recordings habt ihr ein kleines, aber sehr feines Label gefunden.

Absolut! Wir sind Marco mehr als nur dankbar, dass er unsere Dorfkombo auf sein Label genommen hat. Da gibt es absolut nichts zu meckern und es ist mit ihm immer eine super Kommunikation. Er ist für Bands wie uns echt von hohem Wert.

Im letzten Interview sprachen wir über die politische Lage im Osten. Den „blauen Teil Deutschlands“ habt ihr das in einer Ansage genannt. Offenbar bald dunkelblau?

Ich raff das echt nicht und hätte auch mit diesem Ergebnis bei den Europawahlen nicht gerechnet. Ich dachte, die Leute hätten es endlich kapiert, was die Affen für heiße Luft blasen. Den Leuten geht es gut wie selten zuvor und dennoch können sie sich – dem Kapitalismus sei Dank – das Maul nicht voll genug stopfen. Fahren zwei Mal im Jahr dekadent in den Urlaub und heulen dann aber rum, wie schlecht es ihnen geht. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Was haltet ihr davon, dass nach THE HELLACOPTERS auch GLUECIFER von den Toten auferstanden sind?

Am Anfang war ich echt skeptisch, aber dann kamen GLUECIFER nach Berlin und es war der Hammer, als wären sie nie weg gewesen. Danach dachte ich okay, THE HELLACOPTERS schaffen das nie. Also ging es wieder nach Berlin, und was soll ich sagen: Champions League!

Guntram Pintgen

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #145 (August/September 2019)

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