ANDERS WOHNEN

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Die Häuser denen, die drin wohnen!

Mietshäusersyndikat? Direktkredit? Solidarverbund? Nachhaltige Nachbar:innenschaft? Auch heute noch schütteln viele, die nach diesen zigfach erprobten Prinzipien des organisierten Wohnungsmarkt-Entzuges von Häusern gefragt werden, den Kopf. Um dies zu ändern, stelle ich im Folgenden, vermengt mit meiner eigenen Politaktivismus-Vita, das Mietshäuser Syndikat (MHS) vor, das in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Player auf der Seite alternativen Bauens, Wohnens, Lebens, Wirtschaftens geworden ist und mittlerweile über 200 Hausprojekte und 24 Projektinitiativen verteilt in der ganzen BRD umfasst.

Das MHS-Projekt

Das MHS-Projekt gibt es schon sehr lange: 1992 fand, aus Strukturen der gewachsenen Hausbesetzer:innenszene Freiburgs heraus, eine Gründungsversammlung „Mietshäuser in Selbstorganisation“ statt, deren anfängliche Selbstbezeichnung ein Jahr darauf in „Mietshäuser Syndikat“ geändert wurde. 1994 wurden die Grundsätze des Solidarfonds schriftlich fixiert; 1996 schließlich wurde die Mietshäuser Syndikat GmbH gegründet. Ich habe diese Prozesse stets mit großem Interesse verfolgt; einerseits als überzeugter Squatter, der seit den 1980er Jahren immer wieder an Hausbesetzungen oder der Realisierung „Temporärer Autonomer Zonen“ (TAZ) beteiligt war; andererseits als Aktivist des Autonomen Zentrums Heidelberg (AZ), das Anfang 1991 seine Tore geöffnet hat und wo ich seit September 1991 zum Organisationskollektiv gehörte.

Das Autonome Zentrum Heidelberg (AZ)
Mit diesem AZ hatten wir uns in Heidelberg einen nahezu herrschaftsfreien Treffpunkt unter nahezu paradiesischen Zuständen erkämpft; wir hatten mehrere Hundert Quadratmeter (plus riesigem Keller) zur Verfügung, hatten keinen Pfennig für das Gebäude ausgeben müssen; die Stadtverwaltung unter der neuen, erst Ende 1990 ins Amt gekommenen Oberbürger:innenmeisterin Beate Weber (SPD) stellte uns diese riesige, altstadtnahe Immobilie, die vorher eine beachtliche Druckerei gewesen war, umsonst („für umme“) zur Verfügung, auch Strom oder sonstige „Nebenkosten“ mussten nicht entrichtet werden; und eine nagelneue Toilette hatte sie uns auch noch einbauen lassen – unter drei Bedingungen: Hausbesetzungen in Heidelberg hören auf; das AZ muss einen eingetragenen Träger:innenverein gründen mit juristischen Personen als verlässliche Ansprechpartner:innen für die Stadtverwaltung (die auch hätten haftbar gemacht werden können für mit dem Gebäude zusammenhängende „Komplikationen“ größeren Ausmaßes); und im AZ darf niemand wohnen. Das AZ war also niemals Wohnraum, auch wenn hier oft Leute übernachtet haben (zum Beispiel in den darin installierten Räumen des rund um die Uhr besetzten Antirassistischen Info- und Notruftelefons). Und dieser Aspekt war immer das Unterscheidungsmerkmal zu anderen selbstverwalteten Häusern, in denen eben auch „gemeinschaftlich und solidarisch“ gewohnt wurde. In Heidelberg gab es dafür jahrelang die Wagenburg Hoppetosse, wo die (auch im AZ aktiven) Leute mietfrei auf besetztem Gelände in und an ihren Wägen gelebt haben. Diese Wagenburg wurde am 21. Mai 1997 geräumt.

Verhältnis AZ – MHS
Trotzdem war das AZ natürlich immer solidarisch mit den damals noch im Entstehen begriffenen mietshäusersyndikalistischen Strukturen, ihren Organisationsansätzen und ihren überregionalen Vernetzungsbemühungen, die zeitlich quasi parallel zum AZ aufgebaut/unternommen wurden. Für mich und uns AZler:innen damals wichtiger war jedoch ein bundesweit agierendes, in unregelmäßigen Abständen zusammenkommendes, öffentlichkeitswirksam operierendes Treffen selbstverwalteter Zentren, Projekte und Initiativen, die starke gegenkulturelle, oftmals undergroundpunkige Ausrichtungen mit autonomer Politik und antifaschistischer Aktion amalgamierten. Dass da auch solche Läden wie Die Au in Frankfurt dabei waren, die sich selbst bis heute als „autonomes Kulturzentrum und Wohnprojekt“ bezeichnet, änderte daran nichts. Was dann aber für uns in Heidelberg alles änderte, war der 1. Februar 1999. Unser autonomer Treffpunkt wurde vor unser aller Augen dem Erdboden gleichgemacht; die Abrissbagger waren morgens angerückt und in Einsatzbereitschaft versetzt worden; das von der Stadt zur Verfügung gestellte Grundstück wurde offiziell an den Geschäftsführer der „Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg“ (GGH) übergeben – und fertig! Dadurch endeten genau acht Jahre autonome Politik und Gegenkultur süddeutschlandweiter Bedeutung. Ich spreche von einem Ende, einem brutal gezogenen Schlussstrich, weil uns in der Folge keine gleichwertigen Ersatzräume zur Verfügung gestellt wurden und wir es über die Jahre nach dem Abriss hinweg nicht hinbekommen haben, solch großen Druck auf die Stadtverwaltung auszuüben, dass sie uns solche hätte geben müssen. Schließlich bezogen wir über politische Kontakte zur autonomen Evangelischen Studierenden Gemeinde (aESG) kleinere Räume in der Heidelberger Altstadt, die bis heute selbst verwaltet werden – unter anderem von oder mit Leuten aus dem AZ.

Anarres
Just nach dieser Phase des Übergangs vom organisierten Aufrechterhalten einer sehr großen politischen und gegenkulturellen Infrastruktur zum verzweifelten Suchen nach neuen Räumlichkeiten, die in etwa den alten entsprochen hätten, kamen die weiterhin an radikaler Selbstverwaltung Interessierten und in Heidelberg Gebliebenen zum Schluss, ebenfalls eine Initiative zu gründen, die in Absprache mit dem zentralen Koordinationsbüro in Freiburg Teil des MHS werden sollte. Wir nannten diese Initiative schließlich Anarres – nach dem fiktionalen Planeten in Ursula K. Le Guins Roman „The Dispossessed“ – und stellten sie am 24. Oktober 2009 auf der Nachttanzdemo „Für linke selbstverwaltete Zentren in Heidelberg“ zum ersten Mal einer größeren Öffentlichkeit vor – mit einem Redebeitrag genau an jenem Ort, wo das AZ von 1991 bis 1999 gestanden hatte. Damals war das einzige bereits bestehende MHS-Projekt der Gegend das 2005 gegründete Templerhaus im 20 Kilometer von Heidelberg entfernten Weinheim; dort wohnten ehemalige AZ-Aktivist:innen. Letztendlich war unsere Suche nach einem käuflich zu erwerbenden Objekt nicht von Erfolg gekrönt, obwohl wir formal, vom Networking und vom Standing in der Öffentlichkeit her eigentlich alles richtig gemacht hatten (siehe: gegendruck.de/anarres_direktkredit.pdf).
Heidelberg ist insgesamt eine äußerst fluktuierende Stadtgesellschaft mit starker akademischer Prägung; wenn du den hier politisch aktiven Menschen nicht mehr bietest als das übliche Auf-Demos-Gehen oder In-Gruppen-organisiert-Sein, dann ziehen sie nach dem Studium einfach weg. Wenn sie hier aber einen Ort finden, wo sie gemeinsam mit anderen solidarisch leben können – zu vernünftigen, relativ stabilen Mietpreisen im Angesicht des Horrors auf dem Heidelberger Wohnungsmarkt –, dann bleiben sie vielleicht ein bisschen länger als ausschließlich zum Studium. Und, in der Retrospektive betrachtet, hätten wir von Anarres genau dies nicht hinbekommen – den Leuten einen „Raum für Wohnungen“ zu bieten (wie es in unserem Flyer hieß): „Diese [Wohnungen] bieten neben günstigem und sozial orientiertem Wohnen die Möglichkeit zur Selbstbestimmung in allen Belangen, die das Wohnen betreffen.“ Uns AZler:innen waren in diesen langen, kräftezehrenden zehn Jahren ohne Zentrum bereits zu viele ehemalige Mitstreiter:innen „weggefallen“, als dass es noch möglich gewesen wäre, aus einem großen Personenpool zu schöpfen – und gemeinsam in ein Haus zu ziehen, das gleichzeitig noch das neue AZ sein sollte. Das ließ sich nicht realisieren und so schlief diese Initiative ein.

Das MHS-Projekt in Heidelberg
Gleichzeitig „erwachten“ in Heidelberg aber andere Zusammenschlüsse, die auf den MHS-Zug aufsprangen, und die es tatsächlich hinbekommen haben, Hausprojekte in die Realität umzusetzen. Geht man aktuell auf der MHS-Seite auf die Standortkarte, so findet man in Heidelberg fünf MHS-Projekte: SokoOBG, Hagebutze, Raumkante, paraSol, CA. Es gibt mittlerweile noch weit mehr Hausprojekte, die teilweise ans MHS-Konzept angelehnt sind; sie gehören aber letztendlich nicht zum Projektverbund. An diesen fünf Projekten wird die ganze Spannbreite deutlich, die vom MHS abgedeckt wird. Da gibt es verhältnismäßig kleine Häuser wie das SokoOBG in der Oberbadgasse 6, das einen „Gegenpol zum sonstigen Alltag in der Heidelberger Altstadt [bildet]: Burschenschaften, luxussanierte Altbauten, Shoppingmeile und Touristenattraktionen. Als zehnköpfige WG aus Studis, Auszubildenden und Berufstätigen haben wir ... das 300 Jahre alte Haus renoviert. Neben unserer Wohnküche und der Dachterrasse ist die angrenzende Gasse einer unserer Lieblingsplätze. Sie wird fast täglich für gemeinsame Essen, Bierchen, Spiele oder zum Stadtgärtnern genutzt. Zukünftig schaffen wir in unserem Erdgeschoss außerdem Platz für Vernetzung und emanzipatorische Politik, Veranstaltungen und Werkstätten – unkommerziell und selbstverwaltet.“ Und da gibt es das Collegium Academicum (CA) am Mendelejewplatz 1, dessen „Kosten“ mittlerweile bei fast 31.000.000 Euro (!) liegen; dort wohnen mehr als 250 Menschen auf einer Fläche von 6.366 m². Allein diese extreme Spannweite offenbart, dass sich politische Bewertungen, Einschätzungen, Bestandsaufnahmen von außen an der prüfenden Betrachtung von Einzelfällen zu orientieren haben, welche dann in einen größeren Kontext gestellt werden; das heißt wir schauen uns in unserer Angelegenheit zunächst das SokoOBG und dann das CA an, vergleichen beide miteinander und versuchen, anhand dieser Projekte Repräsentatives für das MHS herauszuarbeiten – oder eben Brüche, Risse, Überformungen.

Das SokoOBG
Das SokoOBG in der direkten Nachbar:innenschaft zum Heidelberger Rathaus ist ein vergleichsweise kleines MHS-Projekt. Es hat aber dezidiert emanzipatorische Ansätze und wirbt mit dem deutlichen Motto „Mieten ohne Profit – Dieses Haus ist vergesellschaftet“. Das dort wohnende Kollektiv aus Studierenden, Berufstätigen und Auszubildenden will dies „selbstverwaltet, bezahlbar und solidarisch“ tun; es will „unkommerzielle Räume für Werkstätten, Kunst, Kultur und linkspolitischen Aktivismus“ bieten, „die Stadtpolitik und unsere Nachbar:innenschaft mitgestalten“. Gerade an der letzten Prämisse muss sich dieses Hausprojekt messen lassen. Das muss ein wichtiger Ansatz jeden Projektes sein: vom eigenen Gebäude aus politisch und gegenkulturell in die Gesellschaft, in die Stadt außen herum hineinzuwirken mit einer ausdrucksstarken, bemerkbaren, wirkmächtigen Permanenz. Denn „jedes dieser bestehenden Hausprojekte ist autonom, d. h. rechtlich selbstständig mit einem eigenen Unternehmen, das die Immobilie besitzt. Jedes hat die Rechtsform der GmbH, der ‚Gesellschaft mit beschränkter Haftung‘.“
In jedem dieser Häuser haben Menschen, die zusammen wohnen und Kultur betreiben wollen, ein leer stehendes oder ein extra gebautes Objekt in Selbstorganisation übernommen. In jedem dieser Häuser gibt es einen Hausverein, der, um „die kollektive Selbstbestimmung der Bewohner*innen über die eigenen vier Wände“ dauerhaft zu gewährleisten, das Objekt der Begierde kauft oder gekauft hat. Finanziert werden können diese gemeinwohlorientierten Projekte aber nur mit Krediten von irgendeiner Bank, mit Förderungen und mit Direktkrediten von Menschen, die diese Projekte unterstützenswert finden und dort ihre Ersparnisse „parken“.
Was aber vor Ort daraus gemacht wird, wenn alles realisiert werden konnte, hängt von den Bewohner:innen selbst ab. Wie funktionieren die Entscheidungsfindungsprozesse im Haus; wie selbstverwaltet ist das Ganze im Konkreten; wie wird mit Unterdrückungsverhältnissen umgegangen, die ins Haus „mitgenommen“ werden, weil sich das Haus nur dadurch, dass es sich „für immer dem Wohnungsmarkt entzogen“ hat, nicht in ein anderes Universum gebeamt hat, auf das das zur Zeit herrschende politische System keinen Zugriff mehr hätte?! Das kann unter zehn Bewohner:innen selbstverständlich konsequenter diskutiert, ausgehandelt werden als unter 250 Menschen. Womit wir beim CA wären.

Das Collegium Academicum
Es gibt einige Politaktivist:innen in Heidelberg, die dem CA-Projekt sehr kritisch gegenüberstanden und -stehen. Zum einen war da der Fokus des CA auf „Student:innen, Azubis und Promovierende“, die da wohnen könnten; das unterscheidet es deutlich von anderen Projekten, in denen grundsätzlich alle Menschen wohnen können oder könnten – unabhängig von ihrem Alter oder ihrem Ausbildungsstatus. Und zum anderen war da die heute noch auf jeder Seite auf collegiumacademicum.de zu findende, obskure Förder:innen- und Unterstützer:innenliste, bei der das MHS nur noch unter ferner liefen auftaucht, obwohl es doch absolut im Vordergrund stehen sollte. Neben der Internationalen Bauausstellung Heidelberg (IBA), der EU, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der dem Bund angegliederten Forschungsinitiative Zukunft Bau, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ist es vor allem das Bundesministerium des Innern (BMI), das hier seine Finger im Spiel hat.
Es ist bis heute nicht ganz klar, weshalb sich das CA auf all diese unappetitlichen Institutionen eingelassen hat, von denen keine auch nur in Ansätzen eine Vorreiterin oder Verteidigerin von Solidarität, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung ist; ein Grund war sicherlich das Kostenvolumen von fast 31.000.000 Euro. Aber ein MHS-Projekt soll ja nicht nur dem Wohnungsmarkt entzogen werden und als Spekulationsobjekt ausscheiden, sondern es soll auch – zumindest in seiner praktischen Ausgestaltung des Impulssetzens – ein politischer und kultureller Gegenentwurf zum staatlichen Einflussbereich, zur staatlichen Gängelung sein, die einer*einem sonst begegnet. Und wenn du dir das Bundesinnenministerium „mit reinholst“ – und zwar nicht nur symbolisch, sondern als handfesten Support –, dann holst du dir nicht nur die von jedem*jeder Bewohner:in abzugebende Verpflichtung mit ins Haus, jederzeit für die „freiheitliche demokratische Grundordnung“ der BRD einzutreten und die wissenschaftlich in Grund und Boden getretene „Extremismustheorie“ zu fressen, sondern auch das Problem, der jeweils herrschenden Staatsräson zu unterliegen, ihr also nicht zuwiderlaufen zu dürfen – als Gesamtprojekt, aber auch heruntergebrochen auf die einzelnen darin Aktiven.
Und so wie sich die Staatsräson bisweilen ändern mag (je nach regierendem beziehungsweise regulierendem Herrschaftssystem), so unterliegt das Bundesinnenministerium, das auch den extremismustheoretisch grundierten Verfassungsschutzbericht herausgibt, einer Personalfluktuation. Spätestens wenn ein extrem rechter CSU-Politiker wie Alexander Dobrindt, der seit Jahrzehnten für seinen antilinken Rigorismus bekannt ist und bereits mit dem Gedanken spielte, die PDL verbieten zu lassen, an die Spitze des BMI gespült wird, müsste ein MHS-Projekt jegliche Zusammenarbeit mit diesem erzkonservativen, über fast 18,5 Milliarden Euro Jahresbudget verfügenden Ministerium aufkündigen. Das wird im Falle des CA nicht passieren; und man findet auf seiner Homepage auch fast nichts politisch Anstößiges, außer vielleicht das leitmotivische Gewaltfreiheitspostulat, wonach sich das CA „von Aktionen und Personen [distanziere], die aktiv zu physischer Gewalt gegenüber Menschen aufrufen oder diese ausführen“, und es „physische Gewalt als Mittel des politischen Ausdrucks“ grundsätzlich ablehne, was von Hausbesetzungsinitiativen in den Jahrzehnten ab 1970 niemals verkündet worden wäre.
Die übers Projekt gezogene Akzeptanz des bundesinnenministerialen Einfluss-, Kontroll- und Zugriffsbereichs ist weiterhin ein Stachel im Leitbild des CA, demzufolge energisch für Basisdemokratie, Gemeinschaftlichkeit, Egalitarismus, Inklusion, Selbstbestimmung, Offenheit, Nachhaltigkeit, Kritikfähigkeit, Kreativität, wertschätzende Kommunikation, gesellschaftliche, soziale und ökologische Verantwortungsübernahme einzutreten sei. Was man beim CA im Gegensatz zum Beispiel zur SokoOBG allerdings nirgends findet, ist das Wörtchen „links“; es geht alles ziemlich „demokratisch“ zu ...

Fazit
Wir Nicht-Eigentümer:innen sind hohen Mieten, Mietpreissteigerungen, Fremdbestimmungen, oktroyierten Renovierungsmaßnahmen oder gar Zwangsräumungen ausgesetzt. Ein MHS-Projekt ist trotz aller Kritik, die es geben mag, immer die bessere Wahl. Und doch gibt es auch – wie gezeigt werden konnte – unter den MHS-Projekten große Unterschiede, die es jeweils kritisch herauszuarbeiten gilt. Solltet ihr euch also dafür entscheiden, euch bei einem syndikalistischen Hausprojekt um ein Zimmer zu bewerben, dann schaut euch die jeweiligen Konzeptionen genau an. Und bringt euch, wenn ihr aufgenommen werden solltet, dann auch in die hausinternen Strukturen ein, auf dass ihr sie in eurem emanzipatorischen Sinne (mit)gestalten könnt.

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