© by Pedro TakahashiIn ihren niedergeschlagenen Songs verweben DITZ Noise und Industrial immer wieder mit interessanten Sounds, während Frontperson Cal Francis stimmlich und textlich für Prägnanz sorgt, aber ebenfalls keinen Gute-Laune-Preis einheimst. Diese Kombination hat die Band aus Brighton 2024 direkt ins Vorprogramm der IDLES katapultiert, aber auch dafür gesorgt, dass das neue Werk „Never Exhale“ im Tourstress entstehen musste und nicht, wie eigentlich geplant, mit genügend Zeit in luxuriöser Studioatmosphäre. Ein Umstand, den Cal nicht ausblenden kann, der für die Hörer aber weitaus weniger präsent ist.
Bitte stell DITZ den Fuze-Lesern vor. Was sind die bemerkenswertesten Dinge, die man über eure Band wissen sollte?
Ich glaube nicht, dass ich irgendetwas Besonderes über meine Band zu erzählen habe. Außerdem bin ich mittlerweile seit neun Jahren dabei und da finde ich es interessanter, wenn andere erzählen, was uns bemerkenswert macht.
Obwohl eure Musik als Punk eingeordnet wird, scheint es viel um Sound und guten Klang zu gehen. „Never Exhale“ wirkt nicht, als wäre irgendetwas schnell zusammengeschustert worden, sondern offenbart einen besonderen Blick auf Details.
Da muss ich dir widersprechen, dieses Album wurde definitiv in Eile produziert. Wartet auf Album drei, um herauszufinden, was wir mit mehr Zeit anstellen können.
Warum sollten die Leute das neue Album unbedingt hören? Worauf bist du besonders stolz?
Ich bin einfach stolz darauf, dass wir es tatsächlich geschafft haben, es fertigzustellen. Der Zeitdruck war bei jedem Schritt spürbar.
„Never Exhale“ ist nicht euer erster Release. Ist es ein großer Fortschritt für euch, der nächste logische Schritt oder beides zugleich?
Das erste Album hat uns ermöglicht, ununterbrochen auf Tour zu gehen. Dieses hier klingt nach einer Band, die ununterbrochen auf Tour war.
Haben DITZ so etwas wie eine Bandphilosophie oder ein Image, auf das ihr euch alle einigen könnt?
Nein, nicht unbedingt. Es gibt viele Bands, die mit einem einheitlichen Image etwas Cooles gemacht haben, aber das sind definitiv nicht wir. Wir wollen nichts erzwingen, das nicht da ist. Einmal hat uns aber ein Journalist als „The Breakfast Club“ bezeichnet, das fand ich schon irgendwie gut.
Für mich hat „Never Exhale“ alle Elemente, die ein Album interessant machen. Warum ist das Format immer noch relevant?
Es ist die einzige Art, wie ich Musik höre. Ich hasse Playlists absolut und würde so was nie hören. In 40 Minuten kann man einfach viel mehr erzählen als in fünf.
Steckt vielleicht etwas Positives oder sogar Humor hinter all der Düsternis?
Nein, da ist nichts dergleichen zu finden.
Was inspiriert DITZ im Allgemeinen?
Hast du jemals den Film „Daisies“ gesehen?
Euer Album ist jetzt im Januar erschienen. Gibt es bereits weitere Highlights, auf die du dich 2025 speziell freust?
Wir werden unsere ersten Shows in Rumänien, Bulgarien und Griechenland spielen. Darauf freue ich mich ganz besonders.
© by Fuze - Ausgabe #110 Februar/März 2025 und
© by Fuze - Ausgabe #110 Februar/März 2025 und Christian Biehl
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Joachim Hiller