
In den 1990ern galten GLUECIFER aus Oslo zusammen mit TURBONEGRO, BACKYARD BABIES und HELLACOPTERS als der heiße Scheiß des Scandirock. „Kings of Rock“ nannten sich die Norweger damals großspurig selbst. 2005 kam das Aus, die Band löste sich auf und die Mitglieder spielten in anderen Bands wie BLOODLIGHTS oder SMOKE MOHAWK, oder wechselten in die normale Berufswelt. Sänger Biff Malibu zum Beispiel machte Karriere als Zeitungsjournalist und TV-Produzent. Seit 2018 sind GLUECIFER zurück und haben einige Reunion-Shows gespielt. Einfach so, ohne große Ankündigung. Und jetzt gibt es sogar ein neues Album. Das heißt „Same Drug New High“ und erscheint bei Steamhammer. Gitarrist Arne Skagen aka Captain Poon beantwortete uns ein paar Fragen.
Warum habt ihr euch damals, vor 20 Jahren, eigentlich aufgelöst?
Das ging damals vor allem von Biff und Raldo aus, die hatten zu diesem Zeitpunkt einfach abgeschlossen mit der Band. Damals hatte alles in unserem Leben irgendwas mit GLUECIFER zu tun. Die Studioaufenthalte und die vielen Shows. Ich denke, am Ende wollten die beiden einfach mal was anderes machen und sie konnten das nicht mit der Band unter einen Hut bekommen. Für mich war es eine sehr harte Zeit, weil ich immer alles in die Band investiert hatte. Mitglied bei GLUECIFER zu sein, war so ziemlich alles, was ich konnte. Aber ich musste einfach die Tatsache akzeptieren, dass die anderen in der Band sich weiterentwickeln und andere Dinge machen wollten. Wir sind alle unterschiedlich und haben verschiedene Erwartungen ans Leben.
Was habt ihr gemacht in den Jahren bis zum ersten Reunion-Konzert 2018?
Puh. Da ist einiges passiert. Ich hatte einige Jahre lang meine Band BLOODLIGHTS. Mit der habe ich Platten aufgenommen und einige Konzerte gespielt. BLOODLIGHTS haben aber nie einen vergleichbaren kommerziellen Erfolg erreicht wie damals GLUECIFER. Es war also eher eine Hobbyband. 2012 musste ich mir sogar wieder einen normalen Job suchen und nach Jahren etwas anderes machen, als mit Musik über die Runden zu kommen. Was die Musik betrifft, bin ich der Einzige aus der Band, der konstant aktiv geblieben ist. Die anderen haben alle solide Jobs angenommen und ein Leben geführt, das nicht viel mit dem Alltag einer Rockband auf Tour zu tun hatte.
Euer Sänger Biff Malibu hat Karriere als Journalist und TV-Produzent gemacht. Drummer Danny Young und Gitarrist Raldo Useless haben die Band SMOKE MOHAWK gegründet.
SMOKE MOHAWK waren nie besonders groß. Sie haben zwei Alben aufgenommen und eine Handvoll Konzerte gespielt. Da gab es nicht wirklich viel Aktivität.
2017 habe ich mit dir über das Album „Pulling The Punches“ von BLOODLIGHTS gesprochen. Damals hast du zu einer möglichen Reunion von GLUECIFER gesagt: „Das Einzige, was uns zu einem Comeback bewegen könnte, wäre ein Riesenbatzen Geld auf dem Tisch, den wir nicht ablehnen können. Aber ich glaube nicht, dass uns jemand 500.000 Euro für zehn Konzerte anbieten wird.“ Offensichtlich hat jemand inzwischen die Summe bezahlt ...
Was ich meinte, war dass die Menge Geld gar nicht existiert, die uns zurückbringen würde. Ich dachte, niemand legt so viel Kohle für GLUECIFER auf den Tisch. Das war damals meine Meinung und daran hatte sich bis vor kurzem nicht viel geändert. Ich bin lange davon ausgegangen, dass keiner ein echtes Interesse daran hat, die Band wieder neu zu starten. Ich hatte keinen Kontakt mehr zu Danny. Viele Jahre lang sind wir uns aus dem Weg gegangen. Biff und Raldo habe ich im Laufe der Zeit total aus den Augen verloren. Danny und ich hatten immer wieder Auseinandersetzungen, deshalb haben wir lange nicht mehr miteinander geredet. Keine Ahnung, warum er sauer auf mich war. Dann ist 2013 mein Vater gestorben, das war eine harte Zeit für mich. Und ein paar Jahre später, als ich gerade als Tour-Gitarrist mit Marky Ramone auf Festival-Tour unterwegs war, habe ich zufällig erfahren, dass auch Dannys Vater gestorben ist. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Werde ich den Rest meines Lebens damit verbringen, nicht mehr mit Danny befreundet zu sein? Immerhin hatten wir miteinander auch sehr viele schöne Momente. Wird das alles in einem auf ewig verbitterten Verhältnis enden? Wir haben beide unsere Väter verloren, werden wir beide auch sterben, ohne wieder Freunde zu sein? Also habe ich ihm einfach eine Textnachricht geschickt, nachdem etwa acht Jahre lang Funkstille herrschte, und er hat mir auf eine sehr nette und positive Art geantwortet. Es hat sich für uns beide gut angefühlt, dass wir die schlechten Tage hinter uns lassen und wenigstens eine freundschaftliche Beziehung haben können. Wir konnten den ganzen Scheiß der Vergangenheit aus dem Weg räumen.
Und wie ging es weiter?
Eineinhalb Jahre später hat er mich gefragt, wie ich darüber denke, mich mit ihm, Raldo und Biff zusammenzusetzen und über GLUECIFER zu sprechen. Natürlich konnte ich mir vorstellen, mich mit den anderen an einen Tisch zu setzen, aber ich konnte nicht erkennen, wohin das führen sollte. Ich war offen dafür, mich zu unterhalten, einen schönen Nachmittag zu verbringen und mich auf den neuesten Stand bringen zu lassen. Genau das haben wir gemacht und während dieses Gesprächs waren wir alle extrem happy uns wiederzusehen. Es war dieses merkwürdige Gefühl, wenn du jemanden nach Jahren wiedertriffst, den du wirklich magst und mit ihm nach langer Abstinenz wieder in Kontakt trittst. Es war für uns alle ein super inspirierender Moment, als wir wieder angefangen haben, uns miteinander zu unterhalten. Irgendwann hat Biff gesagt: „Der Grund, warum wir uns wirklich treffen wollten, ist das Comeback. Lasst uns darüber reden.“ Ich hörte ihn sagen: Wenn wir das machen – und ich dachte immer, das wäre eine völlig indiskutable Option –, dann sollten wir uns erst mal im Proberaum treffen und schauen, ob wir das gute Gefühl und den guten Vibe auch noch spüren, wenn wir ein paar Songs spielen. In diesem Augenblick hat unser Comeback Fahrt aufgenommen. Das Meeting war im Spätherbst 2017 und die erste Probe war dann im Dezember.
Die Reunion-Show war am 22. Juni 2018 auf dem Azkena Rock Festival in Bilbao. Das war euer erster Auftritt nach über 13 Jahren Pause. Wie schwer war es, die Band zurück in den Rock’n’Roll-Modus zu bekommen?
Ich denke, die erste Probe hat den Funken erneut entzündet. Es war aufregend zu sehen, dass man nach fast 13 Jahren wieder zusammen in einen Proberaum gehen kann. Danny spielt das Intro von „I got a war“ und alle setzen gleichzeitig ein. Wow! Das war einfach großartig. GLUECIFER hat sich offenbar schon in unsere DNA gefressen, das war nie wirklich weg. Wie das Gefühl von Sommer im Hinterkopf, das nie weggeht. Natürlich haben wir viele Proben gebraucht, um sicherzugehen, dass die Band mindestens so gut klingt wie zu unserer aktiven Zeit. Vielleicht sogar ein bisschen besser. Dafür mussten wir eine Weile üben, aber das hat unheimlich Spaß gemacht. Es hat sich nie wie Arbeit angefühlt, oder wie etwas, das wir machen müssen. Es war einfach eine ganz organische Sache, wie sich das entwickelt hat.
THE HELLACOPTERS, eure Kumpels aus den großen Scandirock-Tagen, haben drei Jahre vor euch wieder zusammengefunden. Hat das eine Rolle für euch gespielt?
Ich denke, für Danny hat es eine große Rolle gespielt. Dass er den Auftritt von HELLACOPTERS beim Roskilde Festival in Dänemark gesehen hatte, hat in ihm einen Impuls ausgelöst. Das hat ihn zum Nachdenken gebracht, dass er mit dem Rest der Band über ein mögliches Comeback sprechen will. Wenn wir jemals wieder etwas zusammen machen würden, dann müsste es genau jetzt sein. Ich konnte mir zu diesem Zeitpunkt nicht einmal im Traum vorstellen, dass es passieren würde. Also schätze ich, dass die HELLACOPTERS schon ihren Teil dazu beigetragen haben, dass GLUECIFER jetzt auch wieder auf der Matte stehen. Denn die Initiative für das Comeback kam definitiv von Danny.
Was ist der Plan mit GLUECIFER? Schmeißt jetzt jeder von euch seinen Job hin und ihr tourt wieder um die Welt? Wird die Band wieder zum Fulltimejob?
Wir sind jetzt in der luxuriösen Situation, dass wir die Dinge exakt so gestalten können, wie wir das wollen. Diese Freiheit ermöglicht es uns, selbst zu entscheiden, wie viele Konzerte wir spielen wollen. Ob es eine wochenlange Tour geben wird oder nur ein paar einzelne Shows, ist komplett unsere Entscheidung. Natürlich müssen alle in der Band wesentlich mehr Zeit für GLUECIFER aufbringen als in den letzten Jahren. Aber ich denke, wir müssen keine Kompromisse mehr machen. Wir können den Alltag in der Band problemlos mit dem Leben verbinden, das wir alle sonst führen wollen. Wenn wir uns sofort wieder in einen Tourkalender zwängen würden, wie wir ihn früher hatten, hätten wir lange nicht so viel Spaß an der Sache. Wir würden die gemeinsamen Aktivitäten nicht so sehr schätzen, wie wir es brauchen, um die Band am Laufen zu halten.
Ein paar Comeback-Shows zu spielen, ist eine Sache. Ein neues Album aufzunehmen, eine andere. Wie ist die Idee entstanden?
Die Idee wurde bei einer Show in Madrid geboren. Das war Ende 2022. Das Konzert war großartig und wir haben danach ordentlich gefeiert. Fast so, wie wir das früher gemacht haben, und irgendwann in der Nacht bin ich mit Biff ins Gespräch gekommen. Er meinte: „Das ist so verdammt cool, wir haben so eine tolle Zeit zusammen, sollen wir nicht ein paar neue Songs schreiben?“ Ich bin oft ein bisschen rationaler als er. Also habe ich gesagt: „Darüber würde ich gerne mit dir reden, aber nicht heute Nacht. Lass uns das morgen früh tun, wenn wir wieder nüchtern sind.“ Also habe ich ihn am nächsten Tag gefragt, ob er sich überhaupt daran erinnert, was er gesagt hat. Und wir hatten ein kurzes Gespräch über die letzte Nacht. Dann habe ich mich mit ihm und Raldo in Valencia zusammengesetzt und wir haben den Plan fürs neue Album geschmiedet. Wir wussten, dass es wahrscheinlich bald wieder vorbei sein wird mit GLUECIFER, wenn wir keine neuen Songs schreiben. Wir wussten genau, dass es nicht lange reichen wird, immer nur Reunion-Shows mit den alten Songs zu spielen. Irgendwann verliert man selbst das Interesse und auch das Publikum fängt irgendwann an, sich zu langweilen. Also haben wir uns entschieden, neue Songs zu schreiben. Wir haben uns bewusst gegen den Lebensstil entschieden, den wir in den vergangenen Jahren geführt haben. Wir wollten austesten, ob wir wieder im Proberaum zusammenkommen und Musik schreiben können. Also haben wir Anfang 2023 erste Versuche gestartet. Nicht alles hat geklappt, aber wir wussten, dass wir alles mit mehr Respekt füreinander angehen müssen als in der Vergangenheit. Wir wollten nicht wieder in alte Muster verfallen, die uns dazu gebracht haben, miteinander zu streiten. Jeder musste seine Position in der Band neu definieren. Wir mussten immer im Hinterkopf behalten, dass wir besser miteinander umgehen müssen als früher. Wir mussten ehrlicher miteinander sein, was wir für eine gute Idee halten und was nicht. Nach ein paar Monaten hatten wir unseren Groove gefunden und das Gefühl, etwas Vorzeigbares entwickelt zu haben. Uns allen war gleichzeitig auch klar, dass wir das alles nicht machen, weil wir müssen. Wenn wir nicht alle davon überzeugt gewesen wären, dass das neue Material gut genug ist, hätten wir es nicht veröffentlicht. Eine halbgare Platte herauszubringen, nur damit wir weiter Shows spielen können, wäre nicht das Richtige für uns gewesen. Es hat eine Weile gedauert, aber am Ende haben wir es auf den Punkt gebracht. Genauso, wie wir das wollten.
Beim Hören von „Same Drug New High“ kommt einem vieles bekannt vor. Der neue Sound von GLUECIFER ist ziemlich nah am alten Sound.
Das stimmt und das war auch der Schlüssel für unser Comeback. Als wir über das Songwriting gesprochen haben, hatten natürlich alle in der Band unterschiedliche Vorstellungen. Ich stand diesem ganzen Prozess ziemlich kritisch gegenüber. Ich hatte eine sehr konkrete Vorstellung davon, was unsere Fans von uns erwarten. Es ist auch ihr gutes Recht, etwas von uns zu erwarten. Jetzt plötzlich mit irgendwelchen Experimenten anzufangen, hätte für mich keinen Sinn ergeben. Ich habe von Anfang an dafür plädiert, dass wir uns auf den Kern von GLUECIFER konzentrieren. Als wir erste Songstrukturen erarbeitet hatten, haben wir schnell erkannt, was die Essenz unseres Sounds ist. So sollten wir klingen und so passte es perfekt. Von diesem Punkt aus wurden die Dinge viel einfacher. Es hat aber eine Weile gedauert, bis wir die richtige Formel wiedergefunden hatten. Als ich das fertig gemischte Album gehört habe, dachte ich: Diese Platte hätte so auch zwei Jahre nach „Automatic Thrill“ herauskommen können. Das ist zumindest meine Meinung.
Was braucht ein guter GLUECIFER-Song? Welche Zutaten braucht ein Song, um auf einem Album von euch zu landen?
Unser Sänger Biff muss sich mit dem Stück wohl fühlen. Er muss sich ganz sicher sein, dass es richtig ist, was er da macht. Raldo und ich können endlos mit guten Songideen ankommen, aber wenn Biff nicht damit einverstanden ist, müssen wir einen Schritt zurücktreten und uns anhören, was er daran auszusetzen hat. Wenn wir damit nicht das Beste aus ihm herauskitzeln, können wir so viele Gitarrenriffs schreiben, wie wir wollen. Wenn er sich als Sänger nicht mit dem Song wohl fühlt, wird es nie funktionieren. Das ist eine Sache, auf die ich beim Songwriting besonders achten musste. Wenn er also einen alternativen Weg vorgeschlagen hat, musste ich einen Kompromiss finden, mit dem wir alle leben konnten. Also geht es bei den neuen Songs letztendlich vor allem um Biff, denn er ist so ein wichtiges Element in der Band. Wenn wir die Platte aufgenommen und die Leute den Eindruck gehabt hätten, dass seine Stimme schwächer geworden ist, wäre das neue Album sehr mittelmäßig geworden. Es hätte vermutlich nur eine Handvoll Hardcore-Fans glücklich gemacht. Aber für alle anderen, die vielleicht höhere Erwartungen haben, musste die neue Platte wirklich gut sein. Und das hat viel mit Biff und seiner Stimme zu tun.
Das Album erscheint am 16. Januar 2026. Was ist danach geplant?
Im Februar und März werden wir in Deutschland, Schweden, Norwegen und Spanien unterwegs sein. Bis jetzt haben wir nur die ersten Monate nach dem Release geplant. Wir werden den Rest des Jahres sicher auch Konzerte spielen, aber was wir früher in einem Jahr abgerissen haben, wird jetzt vielleicht in drei Jahren stattfinden. Wir müssen nicht mehr irgendwelche mehr spielen, auf die wir keine Lust haben. Dinge, die früher von uns erwartet wurden. Ich würde sagen, wir befinden uns aktuell in einer sehr guten und gesunden Position, um die nächsten zwei oder drei Jahre Spaß mit den Songs auf dieser Platte zu haben.
Wo habt ihr das Album aufgenommen und hattet ihr einen Produzenten?
Nein, wir hatten keinen. Der Gedanke dahinter war: Mit den richtigen Songs und unserer frischen Energie wollen wir das Album selbst verwirklichen und uns nicht von einer externen Person beraten lassen. Die hätte unsere neuen Ideen mit Gegenvorschlägen vielleicht verwässert. Es ist relativ einfach, auf die Entscheidungen eines Produzenten zu vertrauen. Das ist wie Mama und Papa im Studio zu haben, die alles für dich entscheiden. Diesmal wollten wir alles selbst machen und unsere eigenen Entscheidungen treffen. Produzenten können Bands fantastisch weiterentwickeln, aber sie können manchmal auch die Flamme zum Erlöschen bringen. Diesmal hat unser Feuer sehr stark gelodert, also wollten wir keinen Feuerwehrmann dabeihaben. Mal schauen, was nächstes Mal passiert. Wir waren im Amper Tone Studio in Oslo, das unser Live-Mischer Johnny Skalleberg mit ein paar Freunden eingerichtet hat. Dieser fantastische Ort sieht aus wie ein Studio in New York oder Los Angeles aus den 1970ern. Es ist riesig und hat all das moderne Equipment, das man gerade braucht. So ein Studio würde man heute nicht mehr erwarten, weil so ein Vorhaben ziemlich teuer und aufwändig ist. Aber sie haben es durchgezogen und wir konnten unser Album dort aufnehmen.
Und was passiert nun mit BLOODLIGHTS?
Ich konzentriere mich jetzt voll auf GLUECIFER. Wir haben Konzerte gespielt, bis das Comeback Gestalt angenommen hat. Aber es gab immer wieder Probleme mit unserem zweiten Gitarristen. Wir mussten deswegen schon eine Reihe von Terminen absagen, sogar eine komplette Sommertour. Das hat einfach keinen Spaß mehr gemacht. Deshalb war ich froh, dass es mit GLUECIFER wieder losging und ich BLOODLIGHTS auf Eis legen konnte. Dadurch konnte ich einige der Ideen für BLOODLIGHTS für die neuen Songs von GLUECIFER verwenden. So werden diese Stücke vielleicht noch ein bisschen populärer und das wäre gut.
Ende der 1990er gab es drei große Bands im Scandirock: HELLACOPTERS, TURBONEGRO und GLUECIFER. Wer sind in deinen Augen die treibenden Kräfte heute?
KVELERTAK sind wahrscheinlich die Einzigen, die ein ähnliches Level erreicht haben. Die haben die Fackel des Scandirock weitergetragen, wie wir ihn gemacht haben. Natürlich sind sie mehr von Metal beeinflusst als wir, aber sie haben die gleiche Attitüde und den gleichen Spirit. Wir haben unsere Songs geschrieben, sie aufgenommen und dann geschaut, dass wir so schnell wie möglich aus Norwegen herauskommen. Als diese erste Scandirock-Welle vorbei war, gab es nicht viele Bands, die in unsere Fußstapfen getreten sind. Die meisten heutigen Rockbands aus Skandinavien klingen anders und sehen auch anders aus als wir. Wahrscheinlich kommen deshalb immer noch so viele Menschen zu unseren Shows, weil sie keinen Ersatz finden konnten. Eine der wenigen Bands, die noch ein ähnliches Potenzial haben, sind THE GOOD THE BAD AND THE ZUGLY. Die sind cool. Die spielen den Scandirock alter Prägung.
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