HEAVEN SHALL BURN

Foto© by Candy Welz

Keine Toleranz für Ignoranz

„Heimat“ lautet der markante Titel der zehnten Platte der Metalcore-Band HEAVEN SHALL BURN aus Thüringen. Seit 1996 stehen sie zum einen für stabile musikalische Qualität, aber vor allem auch für eine starke politische Haltung. Aktuell thematisieren sie die um sich greifende Gleichgültigkeit, die die Gesellschaft trotz Krieg, Kapitalismus und Korruption nach und nach verstummen lässt. Wir sprachen mit Gitarrist Maik über die Auseinandersetzung mit Werten und Handlungsmöglichkeiten.

Maik, was bedeutet Heimat für dich?

Für mich selbst, nicht im Kontext der Platte, ist Heimat ein Set von bestimmten Haltungen. Die Geschichte und die Prägung, die diese Haltung beeinflusst haben, gehören genauso dazu wie die räumlichen, gesellschaftlichen und zeitlichen Dimensionen. Wo bist du aufgewachsen und mit wem, mit wem bist du in Kontakt gekommen? In erster Linie ist Heimat für mich das Ergebnis von all diesen Sozialisationsprozessen. Das Resultat sind bestimmte Einstellungen, das gibt mir eine geistige Heimat. Es gibt ja viele, die sagen: Heimat, das sind die Freunde. Heimat ist kein Ort, das kann ich auch unterschreiben. Deshalb ist das eher eine gegenwärtige Situation, die eine bestimmte Geschichte hat.

Heimat ist also etwas, das sich auch ändern kann?
Das kann sich auch ändern, natürlich. Viele Leute haben zum Beispiel den Heimat-Begriff, dass das für sie bestimmte Menschen sind und kein Ort. Die können natürlich ihre Heimat transportabel haben, indem sie mit ihrer Familie, mit ihren Leuten unterwegs sind. Für mich bedeutet Heimat eher ein Mindset, bestimmte Haltungen und eine geistige Heimat, die sich wie gesagt aus verschiedenen Faktoren speist. Und nicht diese kleinteiligen Sachen, auf die man sich immer kapriziert: Wo ist dein Zuhause, wo kommst du her? Es gibt bestimmte Leute, die das unbedingt mit einem Kulturkreis verbinden wollen, sei es lokal, regional oder national. Das finde ich zu kleinteilig, es wird dem Ganzen nicht gerecht. Damit gelangt man schon in diese ungesunden Dimensionen des Heimatbegriffs.

Ist es ein Albumtitel, über den innerhalb der Band viel diskutiert wurde?
Wir haben schon darüber gesprochen. Als ich mit der Idee ankam, war jedem sofort klar, wie viel Spannung und Redebedarf in diesem Begriff steckt. Gerade in unserer linken Blase ist das ein Wort, das schon echt für Halskratzen sorgt. Und das einem vermeintlich Beifall von Leuten bringt, von denen man ja nun wirklich überhaupt keinen Zuspruch haben will. Aber genau das ist eben auch die Problematik. Es steckt auch ein Stück weit die Attitüde dahinter, eine Diskussion, einen Begriff wieder zurückzuerobern von Leuten, die diesen Begriff nicht missbrauchen sollten. Und auch die Aufforderung, dass sich jeder mal mit diesem Thema befassen und sich vergegenwärtigen sollte, was Heimat für sie, für ihn bedeutet. Welches Ergebnis da am Ende steht, ob man heimatlos ist oder das Konzept völlig ablehnt oder nicht, das bleibt ja jedem selbst überlassen. Aber man sollte sich mal damit auseinandersetzen und dieses ungute Vermeiden von Begriffen, also bestimmte Terminologien irgendwie auszublenden, nur weil sie nur noch von bestimmten Ecken missbraucht und benutzt werden, das finde ich nicht gut. Es gibt natürlich auch andere Kategorien von Begrifflichkeiten, die man sehr wohl ausblenden kann, weil sie eben von rechten, stinkkonservativen oder populistischen Kreisen nicht bloß missbraucht werden, sondern sogar erfunden worden sind. Wörter wie Remigration oder das ganze Identitätsgequatsche, das würde ich mir gar nicht zu eigen machen als Vokabular. Aber der Begriff Heimat ist erst mal was Neutrales, zu dem jeder eine bestimmte Meinung haben kann.

Für mich bedeutet Heimat Kindheit. Du bist im Osten groß geworden, wie war deine Kindheit dort als Metaller?
Ich war so um die zwölf Jahre, als die Mauer fiel. Also wenn nicht mit deinen Eltern irgendwie was komplett schiefläuft oder du eine Arschloch-Familie hast, ist das irgendwie eigentlich immer die glücklichste Zeit eines Lebens. Mit zwölf Jahren hat sich für mich die Systemfrage oder dieses Anecken, sich eingeengt fühlen vom sozialistischen Staat, allenfalls erst angedeutet. Also diese großen Konfliktpotenziale, die wir dann als Jugendlicher hatten und zu Recht gespürt und angeprangert haben, die haben sich da für mich noch gar nicht so aufgetan. Ich habe mich später in meiner wissenschaftlichen Laufbahn sehr viel mit der DDR auseinandergesetzt. Deshalb kommt das auch ganz viel durch die Beschäftigung mit Akten und Zeitzeugen sowie den Aufsätzen, die ich geschrieben habe. Mein Verhältnis zur DDR ist nicht nur rein persönlich geprägt, mein ganz individuelles Verhältnis ist einfach durch die wunderschöne Kindheit definiert. Das lässt sich natürlich überhaupt nicht verallgemeinern, weil es meine ganz ureigenen Erfahrungen sind. Der Zeitzeuge ist ja immer der größte Feind geschichtlicher Betrachtungen, die da was generalisieren wollen. Ich war sowohl im Konfirmandenunterricht als auch führender Pionier an der Schule. Das war zur Endzeit der DDR in der thüringischen Provinz überhaupt kein Problem. Und ich habe meine beginnende jugendliche Rebellion schon mit Metal ausgelebt, meine ersten Aufmuck-Gedanken, die habe ich mit dieser Musik unterstrichen. Es war Ende der 1980er für mich in der DDR überhaupt kein Problem, da ranzukommen. Das wurde im Radio gespielt, du konntest von Freunden auf dem Schulhof Tapes bekommen und halbe Platten im staatlichen Rundfunk mitschneiden. Natürlich war es schwer, an die Originale ranzukommen, sowohl an Tonträger als auch Merchandise, das ist klar. Als Zwölfjähriger wurde ich von den älteren Metallern aber mit allem versorgt. Das hat unseren Schuldirektor auch nicht aufgeregt. Aber das ist eben auch typisch DDR, in der Schule fünf Kilometer entfernt im Nachbarort war der Direktor vielleicht ganz anders drauf. Und dort haben andere Leute dann ganz andere Erfahrungen gemacht.

Von Punk hast du damals nichts mitbekommen?
Die frühen Punk-Zeiten in der DDR, die habe ich vor allem wissenschaftlich durchdrungen, retrospektiv. Das ist ja auch ein ganz großer Unterschied zwischen Punk und Metal. Die Milieus, aus denen die Protagonisten kommen, waren beim DDR-Punk meist andere. Da waren schon auch wirklich Arbeiter und Assis von der Straße dabei. Es wurde seither viel dazu geforscht und geschrieben, so dass es über Punk in der DDR unzählige Bücher und Veröffentlichungen und Zeitzeugenberichte, Aufsätze und Kongresse gegeben hat, während sich zu Metal fast gar nichts findet. Dazu sind jetzt die ersten wissenschaftlichen Veröffentlichungen gekommen in den letzten Jahren. Aber über diese Musikszene, die wirklich aus der Arbeiterschicht hervorging, mit Leuten, die im VEB, also im volkseigenen Betrieb geschuftet und auch ihr Leben nach der Wende als Arbeiter verbracht haben, stapeln sich jetzt nicht gerade die Doktorarbeiten. Punk habe ich zu DDR-Zeiten, also bis 1989, nicht bewusst als Lieblingsmusik wahrgenommen. Anfang der 1990er Jahre haben dann Bands wie SCHLEIM-KEIM für mich schon eine Rolle gespielt. Aber nicht so, dass ich ein Protagonist der Szene gewesen wäre. Es war eher so meine Zugehörigkeit zur links-alternativen Bewegung und während der Baseballschläger-Jahre ist man damit natürlich in Berührung gekommen.

Interessant ist auch, welche Rolle die Kirche im Zusammenhang mit SCHLEIM-KEIM gespielt hat, etwa dass deren erster Auftritt dort gefördert wurde.
Ja, der hat in Erfurt im kirchlichen Umfeld stattgefunden. Ich glaube, das war der Jugenddiakon, der die Shows veranstaltet hat. Oder es gab in der DDR Pfarrer wie Walter Schilling aus einer thüringischen Provinz, der im Prinzip später auch Rainer Eppelmann sehr beeinflusst hat, der die Blues-Messen in die Kirchen gebracht hat. Ich habe mit der Institution Kirche viele Probleme, grundsätzlich mit organisierter Religion. Aber wenn jemand so denkt wie dieser Pfarrer, für den war der Aufschrei dieser Generation, dieser Leute, die was anderes wollten, etwas Urreligiöses. Der hat nicht nach Gebeten und Halleluja-Liedchen gefragt und hat nicht die Kirche aufgemacht für die Jugendlichen, weil er damit Seelen fischen wollte, sondern der hat die völlig befreit von diesem kirchlichen Kontext einfach machen und ihre Freiheit ausleben lassen. Wenn Pfarrer so damit umgehen, dann kann ich daran nichts Negatives finden. Man muss ja auch die Realität der Kirche in der Endphase der DDR sehen. Für die hat sich ja kein Schwein interessiert, insbesondere für die evangelische Kirche. Die haben in verfallenden, kalten, leeren Kirchen gepredigt. Und auf einmal waren da diese Jugendlichen, die die Kirchen wieder vollgemacht und das Ganze mit Relevanz gefüllt haben. Also war das nicht bloß eine Einbahnstraße, die Kirchen haben auch sehr davon profitiert.

„My revocation of compliance“ ist die erste Single von eurer neuen Platte und die erste Textzeile handelt vom Zeitalter der Gleichgültigkeit, von sinkender Ethik und Moral. Ihr sagt aber „ihr“ und nicht „wir“ oder „uns“. An wen genau richtet sich das?
Das „ihr“ ergibt sich daraus, dass es etwas sehr Persönliches ist, was dort dargestellt wird durch den Protagonisten oder die Protagonistin des Textes. Die Bottomline ist, dass es in dieser Gesellschaft des Informationsüberflusses einfach keine Entschuldigung sein kann zu sagen: „Das habe ich nicht gewusst.“ Insbesondere auch bezogen auf Umweltfragen und das Thema Veganismus und Vegetarismus. Gerade was Tierleid und den Konsum von tierischen Produkten angeht, gibt es ja keine zwei Meinungen mehr. Als ich vor 30 Jahren angefangen habe, vegan zu leben, da war es noch denkbar, dass Leute sich noch keine Gedanken gemacht haben über den Impact auf die Umwelt oder welche Zustände in der Massentierhaltung herrschen. Aber heutzutage ist das medial völlig durchdrungen. Das ist Allgemeinwissen und ich habe nur noch die Wahl, es zu ignorieren oder etwas dagegen zu tun. Sonst lebe ich in diesem permanenten Widerspruch, der mich total belastet, und gebe bei jeder Umfrage an, dass ich sowieso nur einmal die Woche beim Bio-Metzger kaufe, wie das alle machen. Ein zentraler Satz lautet: „This is the end of my tolerance for ignorance.“ Das ist diese Gefolgschaft, diese Übereinstimmung mit der Gesellschaft, diese „Compliance“, dieses Modewort, das jeder kennt und von dem keiner weiß, was es bedeutet. In jedem Leitbild bei jedem Unternehmen gibt es irgendwelche Compliance-Laberei und Leute, die für Compliance bezahlt werden, und keiner weiß so richtig, was die machen. Das sind ganz oft nur Lippenbekenntnisse. Und dieser Widerruf, der ist eben diese Wutreaktion, die in dem Song artikuliert wird.

Gestartet sind wir mit Gleichgültigkeit, du hast jetzt Ignoranz gesagt. Gerade weltpolitisch fehlt mir das richtige Wort dafür, aber ich denke, es ist noch schlimmer.
Es ist Gleichgültigkeit. Nimm zum Beispiel, wie sich JD Vance und Trump gegenüber Selenskyj verhalten, wie die den fertiggemacht haben. Ich habe keinen Zweifel daran, dass früher auch schon US-Diplomaten und Gesandtschaften mit Leuten so umgesprungen sind. Aber hinter verschlossenen Türen, das hat nicht auf dem diplomatischen Parkett stattgefunden, dass man derart Tacheles redet. Die Samthandschuhe wurden jetzt ausgezogen. Es gibt keinen Vorhang mehr, hinter dem das stattfindet. Es ist ihnen völlig egal, dieses Tätigwerden in eigener Sache, sich selber Geld in die Taschen zu schaufeln. Wenn aus Demokratien Kleptokratien werden, kann man ja sagen, dass das diese Gleichgültigkeit ist, die ich meine. Das ist ja seit Jahrhunderten in den USA gang und gäbe. Nur passiert es jetzt ganz öffentlich und sie müssen es gar nicht mehr verstecken, weil es die Leute überhaupt nicht mehr interessiert. Das Wort „gleichgültig“ klingt so harmlos, aber ist in dem Zusammenhang total monströs. Diese Gleichgültigkeit ergibt sich daraus, dass es gar nicht mehr verfängt. Ich habe da totale Flashbacks, auch in Deutschland ist ja vielen Politikern alles zunehmend gleichgültig und selbst irgendwelche Bundeskanzlerkandidaten üben sich jetzt im Populismus und denken, sie können auf der Welle mitschwimmen, zugleich schießen Autokratien wie Pilze aus dem Boden. In Frankreich wird Le Pen seit Jahren nur noch durch den Schulterschluss von sämtlichen demokratischen Parteien verhindert. Selbst in den liberalen Niederlanden ist eine populistische Partei Wahlsieger, und Richtung Österreich, Ungarn, Türkei brauchen wir gar nicht zu schauen. Diese Tendenz, das einfach so durchzuziehen, ist eine Entwicklungsphase des kapitalistischen Systems. Das ist, was ich mit Flashback meinte. Wie Marx schon festgestellt hat, muss so was wie Kapitalismus, den Begriff hat er natürlich nicht gebraucht, zwangsläufig in den Faschismus führen. Das ist in den späteren Deutungen von Marx durch die sozialistischen Nachkriegsgesellschaften da hineininterpretiert worden. Aber da könnte mittlerweile schon was Wahres dran sein. Die USA sind für mich ein Land, das im kapitalistischen System eine der stärksten Entwicklungen in Sachen Entsolidarisierung und Anziehen der Effizienzschrauben im Wirtschaftsprozess vollzogen hat. Es gibt dort große Teile der Bevölkerung, die einfach nichts mehr zu verlieren haben, denen alles völlig scheißegal ist. Die nur noch wollen, dass der Idiot, der sie auf dem Amt blöd angepöbelt hat, ebenfalls seinen Job verliert. Rein destruktive Prozesse in einer völlig entsolidarisierten Gesellschaft. Auf diesem Weg sind wir in Deutschland noch lange nicht so weit fortgeschritten. Aber auf den haben wir uns auch begeben. Wir befinden uns nicht mehr im Kapitalismus, wie noch bei Kohl oder Strauß, wo bei den Reichen noch so viel vom Tisch herunterfiel, dass die Mittelschicht und die Armen auch noch was davon hatten. Mittlerweile ist es so, dass da kein Krümel mehr übrig bleibt. Das macht die Leute wahnsinnig unentspannt und absolut offen für populistische Gedanken und Seelenfänger. Und so bekommt die These, der Kapitalismus führe unweigerlich in den Faschismus, eine ganz traurige Aktualität und macht sie wieder ein Stück weit diskussionswürdiger.

„Heimat“ wird von zwei Klassik-Stücken eingerahmt, steht dieses Genre sinnbildlich für etwas?
Diese Ausdrucksform ist für uns eine ganz normale klassische Weiterführung der emotionalen Bandbreite dieser Platte. Der absoluten Aggression, die wir mit unserem technischen oder elektrischen Metalsound erzeugen, steht diese ganz ruhige klassische Musik gegenüber, mit ihrer emotionalen Tiefe, einem Streichquartett und Pianopassagen. Das geht also Hand in Hand. Es sind zwei Pole innerhalb eines Spektrums.

Wie läuft bei euch der Songwriting- und Produktionsprozess ab?
Alleine vom Handwerklichen und Soundmäßigen her liegt bei uns eine Limitierung in der Natur der Sache. Ich kann nur so gut Gitarre spielen, wie ich eben Gitarre spielen kann. Ich bin kein Virtuose und habe damals deshalb zur Gitarre gegriffen, weil ich meine Meinung kundtun wollte – nicht weil ich so geile Gitarrensoli draufhatte. Insofern wirst du von uns nie eine Prog-Platte, ein RUSH-Cover oder eine MESHUGGAH-mäßige Rhythmusverschiebung hören, weil wir dazu rein technisch nicht in der Lage sind. Und weil wir das nicht können, wollen wir das auch nicht. Ali als Produzent und ich als Hauptsongwriter fangen normalerweise an, an Songs zu arbeiten, dann kommen Sänger, Bassist und Drummer dazu. Wenn die grinsen, ist der Song fertig. Wenn Ali der Meinung ist, dass es noch nicht genug knallt, dann kriegen wir uns mal auch in die Wolle – ich gehe wutschnaubend aus dem Studio, um nach ein paar Tagen zurückzukriechen und zu merken, dass er recht gehabt hat. Die Demotracks werden bei uns nach und nach zu fertigen Songs – wir verbessern immer die Spuren auf Basis desselben Arrangements. Und unser Bassist ist in das Songwriting nicht besonders stark involviert, so dass er fast eine Art Fan-Blick auf die Songs hat. Das ist für uns ein wichtiger Gradmesser.

Wie sind die Reaktionen darauf, dass du jetzt fast 30 Jahre in einer Metalband spielst?
Ich glaube, bei meiner Mutter ist langsam angekommen, dass man damit Geld verdienen kann und dass das nicht ganz so schlimm ist, weil sie wirklich oft von Leuten darauf angesprochen wird. Ich muss dazu sagen, meine Mutter ist Baujahr 1939 und sie ist blind. Also ist sie auch wirklich darauf angewiesen, dass ihr jemand sagt, dein Sohn, der ist auf dem Cover von einer Zeitschrift oder in der Thüringer Allgemeinen. Ihre Freundinnen und Freunde berichten ihr natürlich davon. Neulich kam sie ganz aufgeregt an und meinte, dass sie unsere Musik auf der Alexa gefunden hat. Ich denke, es hängt aber eher damit zusammen, dass wir als Band und auch unser Umfeld einfach älter geworden sind. Wir haben für die neue Platte mit jungen Video-Leuten zusammengearbeitet. Da hat man schon den Eindruck, dass das für die fast ein bisschen Nostalgie-Feeling ist. Die erzählen uns, dass sie mit den Metal-Platten ihrer Eltern aufgewachsen sind und sich schon damit auskennen, obwohl sie bis jetzt nur HipHop-Videos gedreht haben. Solche Impulse will man ja auch haben. Da ist man über dieses Ernstgenommenwerden sogar schon hinaus. Metal ist im Mainstream angekommen. Mittlerweile ist Metal fast Jazz.

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