HIP HOP und Sprühen 2: Swat Posse

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Grafitti im Osten

Wenn man sich mit Hip-Hop oder Graffit im Osten Berlins beschäftigt, stößt man früher oder später unweigerlich auf die SWAT-Posse. Nur was verbirgt sich überhaupt hinter diesem Namen? Die Posse ist auf jeden Fall ein vielschichtiges Ding. Allgemein betrachtet vielleicht der Versuch von Jugendlichen, sich Strukturen aufzubauen, die sie so vorher nicht hatten oder auf Grund des Mauerfalls verloren haben.

Im Detail ist SWAT eine Graffiti-Agentur, ein Mailorder (über diese beiden Teile läuft auch ein Großteil der Finanzierung), Fanzine, Veranstalter von HipHop-Parties und -Jams und auch Plattenlabel. Die Graffiti Agentur nimmt Aufträge von Ladenbesitzern oder öffentlichen Einrichtungen entgegen und bietet somit talentierten Writern ein legales und der Posse einträgliches Betätigungsfeld. Der Mailorder Betrieb dealt mit diversen Zines, Platten, T-Shirts, Videos, Breakdancezubehör, und was das Herz sonst noch so begehrt. Das Fanzine („Inzine") featured HipHop aus Ost und West. Neuerdings gibt es auch einen Ableger - das Eastzine, welches sich ausschließlich auf Graffiti beschränkt. DesWeiteren gibt's jetzt auch noch ein Comiczine. Die von SWAT organisierten Parties und Jams genießen einen guten Ruf, da sie für ihre Gewaltfreiheit bekannt sind, was in Berlin wohl ganz und gar nicht alltäglich ist. Im Herbst letzten Jahres erschien der Vibrazone-Sampler (siehe Reviews), welcher der erste seiner Art im Osten dieses Landes ist. Geld für Aktionen kommt teilweise über die einzelnen Projekte, aus Eigenmitteln, aber auch durch öffentliche Träger. Somit bleibt die Posse weitgehend unabhängig und authentisch. Die Mitgliederzahl bewegt sich zwischen 15 (harter Kern) und ca. 40-50 (weiteres Umfeld). SWAT stellt auf jeden Fall einen positiven und ehrlichen Versuch von Jugendlichen dar, sich selbst zu organisieren, zu helfen und zu engagieren.

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