LEAP

Foto© by Jennifer McCord

Musiktherapie

Jacky, Sänger der englischen Band, ist guter Dinge. Schließlich sind LEAP gerade von Epitaph unter Vertrag genommen worden. Außerdem hat er eine besondere Beziehung zu den Fans seiner Band, wie er berichtet.

Ich habe gelesen, dass du bereits Erfahrungen mit Plattenlabels gemacht hast und lieber unabhängig bleiben wolltet, aber jetzt seid ihr bei Epitaph gelandet. Was macht sie so anders, dass sie euer Vertrauen gewonnen haben?

Ja, wir haben LEAP immer als ein sehr fanorientiertes, gemeinschaftsbasiertes Projekt betrachtet, bei dem das Touren im Mittelpunkt steht, aber Epitaph unterstützt diese Vision wirklich und die Zusammenarbeit mit ihnen ist bisher ein absoluter Traum! Es gibt so viele Bands auf dem Label, von denen wir alle große Fans sind, und die Dimension, in der Epitaph agiert, ist etwas ganz anderes als alles, was wir bisher erlebt haben.

Euer aktuelles Album ist nun schon eine Weile auf dem Markt, aber da das Label nun mit an Bord ist, gibt es Pläne, bald wieder aufzunehmen?
Wir sind so dankbar für die Resonanz, die „Entropy“ seit seiner Veröffentlichung im Oktober erhalten hat! Mehrere Top-20-Platzierungen und eine Top-10-Platzierung in Europa ... nicht dass wir damit prahlen wollen oder so, haha! Aber glaub mir, wir arbeiten immer an neuen Songs, und was bisher entstanden ist, fühlt sich schon jetzt fantastisch an. LEAP 2026 wird der Hammer!

Eure Musik hat immer einen positiven Kern und vermittelt Hoffnung – etwas, mit dem sich die Leute identifizieren können. Und du bekommst auch persönliche Nachrichten von Leuten, die dir ihre Probleme schildern. Ist es nicht manchmal überwältigend, wenn du siehst, welchen Einfluss eure Musik auf eure Fans hat?
Für uns alle wäre LEAP nichts ohne die wunderbare Fangemeinde, die hinter uns steht. Da ich selbst in der Vergangenheit ziemlich stark mit meiner psychischen Gesundheit zu kämpfen hatte, ist es für uns sehr wichtig, dass unsere Fans sich gut aufgehoben fühlen, wenn sie über das reden, was sie beschäftigt, egal ob gut oder schlecht. Ich finde mich oft nach den Shows in tiefgründigen Gesprächen wieder, und es ist so heilsam, daran teilzunehmen – zu sehen, wie jemand aus sich herauskommt und sagt, was ihm auf dem Herzen liegt. Das bedeutet uns alles.

Gibt es für euch eine Grenze, ab der euch diese Offenbarungen zu nahe gehen, oder wo ihr denkt, dass die Leute lieber einen Experten aufsuchen sollten?
Es gibt einen Grund, warum es auch so was wie eine Rock’n’Roll-Therapie gibt. Wann immer unsere Musik bei jemandem irgendwelche Gefühle auslöst, möchten wir das gerne hören.

Man könnte erwarten, dass ihr mit einem größeren Label noch mehr Zuschriften bekommt. Habt ihr das Gefühl, dass es irgendwann zu viel für euch werden könnte?
Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass das passieren wird. Wir sind dank der wahnsinnigen Unterstützung unserer Fans dort hingekommen, wo wir jetzt sind. Sie reisen über zwölf Stunden mit dem Bus an, nur um zu einem kleinen Hangout zu kommen, und lassen sich unsere handgeschriebenen Songtexte für immer auf ihre Körper tätowieren. Alle, die uns jetzt neu entdecken, befinden sich in großartiger Gesellschaft, und wir freuen uns riesig darauf, all die neuen Gesichter kennen zu lernen. Die LEAP-Familie ist unbeschreiblich, sie ist der herzlichste Moshpit, den es gibt.

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