SCHLIESSMUSKEL

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Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

SCHLIESSMUSKEL waren mal eine Nummer in der deutschen Punkszene, die 1990er ihr Jahrzehnt. Gerade Ende der 1980er, Anfang der 1990er boomte ein Genre, das heutzutage quasi nonexistent ist, dessen Protagonisten aber damals schon damit fremdelten, diesem zugerechnet zu werden: Fun-Punk. Mit in diesen Pott geschmissen wurden DIE GOLDENEN ZITRONEN, DIE MIMMI’S, ABSTÜRZENDE BRIEFTAUBEN, DIE LOKALMATADORE, DIE KASSIERER ... und eben SCHLIESSMUSKEL. Letztere sind seit fast einem Vierteljahrhundert Geschichte ... eigentlich. Doch im Mai kam plötzlich eine neue Single, nachdem man lange Jahre von Schlaffke Wolff nur solo als ZWAKKELMANN was hörte und Ede Wolff als Reporter beim WDR-Fernsehen präsent ist. Hier nun ein Blick zurück aus der Feder von Schlaffke. In den Hauptrollen: Ede Wolff (Stromgitarre, Chor), Techt Tetmeyer (Schlagwerk, niemals Gesang), Böckler Hachenberg (Bass-teln, Chor) sowie Schlaffke Wolff (Sangesmeister).

Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn nach fast 20 Jahren gemeinsamen Krachschlagens (mit knapp 300 Konzerten und neun regulären Tonträgern) plötzlich der Arsch ab ist. So geschehen am 1. Weihnachtstag 2001, als Ede, Techt, Böckler und ich, Schlaffke, nach einem eher mäßigen Auftritt in Wesel beschlossen, das Kapitel SCHLIESSMUSKEL ad acta zu legen. „Dann treffen wir uns eben nur noch zum Saufen“, bemerkte Techt treffend.

Es kam aber nicht aus heiterem Himmel. Irgendwie war es ein schleichender Tod. Wir hatten in den letzten Jahren sowieso eher eine ruhige Kugel geschoben, aber immerhin mit „Aufstand alter Männer“ noch eine CD zustande gebracht. Dennoch war mittlerweile die Luft raus. Proben und Konzerte fanden nur noch alle paar Monate statt und auch der Erfolg, der ja eine Band irgendwie am Kacken hält, ließ zu wünschen übrig. Dazu kam noch Böcklers kaputte Hüfte (hip), gepaart mit einem ausgewachsenen Tinnitus bei allen Bandmitgliedern. Wie dem auch sei, ich möchte an dieser Stelle einfach mal aus dem Blähkästchen plaudern. Vielleicht interessiert es ja irgendwen.

Keine Ahnung, wie wir damals genau auf den Trichter kamen, selber Krach zu schlagen. Jedenfalls erreichte Anfang der 1980er Jahre jenes sagenumwobene Punk-Virus auch unser kleines Dörfchen – Hamminkeln, die grüne Perle vom Niederrhein. Auf einmal durfte man nicht mehr zu THE SWEET, AC/DC oder STATUS QUO Phantomgitarre spielen. DEAD KENNEDYS, SEX PISTOLS, THE CLASH und Co. waren angesagt. Aber auch deutschsprachige Kapellen wie SLIME, FEHLFARBEN und CANAL TERROR enterten unsere Gehörgänge. Unbewusst wurde uns wahrscheinlich klar, dass nun auch blutige Laien Musik machen, Pardon, Krach schlagen durften.

In Techts Knabenzimmer unterm Dach produzierten wir 1983, alle so um die 16, 17 Jahre alt, unsere ersten zutiefst nachbarschaftsfeindlichen Töne. Mein Zwillingsbruder Ede stöpselte eine Billig-Stromgitarre plus Verzerrer in eine altersschwache Stereoanlage und schrubbte den Barré-Griff rauf und runter. Techt besorgte sich irgendwo ein paar olle Schlagzeugteile und öchselte (unser Wort für kraftvolles Trommeln) wahlweise im, wie wir es nannten, „Ruffta“- oder „Uffta“-Takt. Den ganzen Scheiß nahmen wir mit einem prähistorischen Kassettenrecorder auf, wozu unser Kumpel Höss (er wanderte kurz darauf nach Berlin aus) und ich abwechselnd bitterböse brüllten. Im Nachhinein ist es schon seltsam, dass sich jeder ein bestimmtes Instrument an Land zog. Es hätte auch durchaus sein können, dass meinetwegen ich angefangen hätte zu trommeln. Erfreulicherweise tat ich es mit meinem miserablen Timing nicht. Jedenfalls entstanden in dieser Zeit erste hassgeladene (heutzutage doch eher verstörende) Perlen wie „Massaker“ oder „Körnerfresser“, die glücklicherweise nie den Weg auf einen offiziellen Tonträger fanden.

Techt wanderte noch im selben Jahr mit Höss nach Berlin aus. Da ging nämlich richtig der Punk ab. Wobei Techt zum Glück nach ein paar Monaten wieder ins heimische Hamminkeln zurückkehrte. Im Anschluss an dieses kleine Intermezzo durfte ich den Part des „Sängers“ alleine übernehmen. Zum Jahreswechsel 1983/84 spielten Techt, Ede und ich vor vielleicht 20 nicht zahlenden Gästen unser erstes Konzert im Tischtenniskeller von Michael Will, später Herausgeber des Plastic Bomb-Fanzines. Wir waren damals übrigens der Meinung, im Verlauf eines Konzertes müsse immer was zu Klump gehauen werden. Bei unserm zweiten Auftritt Anfang 1984 im frisch errichteten Hamminkelner Jugendheim Labsa(a)l, wo übrigens auch ein Hippie Namens Böckler im Publikum weilte, durften denn auch etliche unschuldige Tische und Stühle dran glauben. Ich sehe noch genau vor mir, wie der damalige Sozialpädagoge entnervt das Kleinholz durch die Gegend trug. Mittlerweile arbeite ich ja selbst in einem Jugendtreff und kann durchaus nachvollziehen, was er einst mit uns pubertierenden Schwachköpfen durchmachte.

Während unseres dritten Gigs Mitte 1984 in der Teestube Dachluke (Wesel-Flüren) wurden Fensterscheiben eingeschlagen und ein Feuerlöscher ging los, was zum Abbruch des Spektakels führte. Allerdings bearbeitete Techt weiter unbeeindruckt seine und unsere Trommelfelle, woraufhin der örtliche Pfarrer in den vollkommen eingenebelten Raum stürzte. Der total überforderte Mann wollte Techt daran hindern weiterzuspielen. Unser wildgewordener Schlagwerker wiederum hatte allerdings nichts Besseres zu tun, als dem Geistlichen während seines „Schlagzeugsolos“ mit seinen Trommelstöcken ab und zu auf die Flossen zu hauen. Zu dieser Zeit hatten wir bereits aggressive Knüppelnummern wie „Klaus E.“ (aua), „Peinliche Prolos“ (unsere Antwort auf „Opel Gang“ sowie einer der ganz wenigen Texte Techts) und „Pogo“ (wie originell) im Gepäck.

Irgendwann besuchte oben erwähnter Böckler eine unserer Proben. Er hatte eine Bassgitarre plus Amp dabei und beherrschte im Gegensatz zu uns sein Instrument sogar. Er war eben kein Autodidakt und hatte bereits einige Jahre klassische Gitarre plus Straßenmusik auf dem Buckel. Wir dachten bis dato eigentlich, dass wir, ähnlich wie TRIO aus Großenkneten, keinen Bass bräuchten. Außerdem war uns dieser Typ im Hippieoutfit ein wenig suspekt. Aber dennoch tauchte er unbeirrt zu jeder Probe auf und wir mussten einsehen, dass unser Sound mit Bassgitarre über mehr Wumms verfügte. In dieser Zeit lernten wir auch das Punk-Paar Dirk und Gaby kennen. Sie setzten sich dafür ein, dass wir endlich einen richtigen Proberaum kriegten. Auf einem Bauernhof außerhalb Hamminkelns errichteten wir in mühseliger Kleinarbeit unser neues Domizil. Ludwig, Dirks Vater, ein Ex-Fremdenlegionär und ständig Zigarillos rauchender Trinker, (mittlerweile längst verstorben), half uns lautstark bei diesem Unternehmen. Mehrere Herzinfarkte und Schlaganfälle konnten Ludwig von diesem Vorhaben nicht abbringen. Bis zu unserer Auflösung sollten wir auf dem sogenannten Hof saufen und lärmen.

Ende 1985 traten wir zum ersten Mal außerhalb unseres Blähbereichs in Süddeutschland auf. Irgendwo da unten hatten sich wohl einige unserer Demotapes verirrt, so dass uns We Bite Records nach einem Gig in Sindelfingen einen Plattendeal anbot. In drei Tagen nahmen wir die 6-Song-Kult-EP „Komm, setz dich zu uns“ (mit Hymnen wie „Rita“ und „Sturmfrei“) unter fürchterlichen Lachanfällen im Hildesheimer Masterplan-Studio auf. Seltsamerweise ging das gute Stück weg wie die berühmten warmen Semmeln. Nicht mal Michael Jackson verkaufte 1986 annähernd so viele Scheiben im Weseler Popshop wie wir. Unser Plattenlabel fragte nach, ob wir mit den Covern unsere Wände tapezieren würden. Die Scheibe wurde irgendwie zum Fluch. Immer wieder wurde uns in den folgenden Jahren dieselbe Frage gestellt: „Habt ihr nicht mal eine Single gemacht?“ Sie wurde zu einem Dauerwitz in der SCHLIESSMUSKEL-Geschichte.

Als wir seinerzeit in Bocholt vor der englischen Psychobilly-Legende FRENZY auftraten, pöbelten uns einige Psychos im Publikum an. So was kam schon mal vor. Diesmal allerdings stülpten wir uns im Gegenzug Satteldecken von Fahrrädern, die einem Flat, der Bügelbrettfrisur der Psychobillys, erstaunlich ähnlich sehen, über die Köpfe. Diese Aktion sorgte bei den Psychos nicht unbedingt für Erheiterung.

Ein Jahr später, während der Aufnahmen zur „Untergang der abendländischen Kultur“-LP (abermals im Hildesheimer Masterplan), kam es mit unserem „Plattenboss“ (We Bite Records wuchs zu dieser Zeit zu einem Imperium heran) zum Eklat. Insbesondere Böckler litt nämlich unter solch fürchterlichen Leibeswinden, dass man ihm Studioverbot erteilen wollte. Außerdem riet man ihm dringend, einen Arzt zu konsultieren. Es war sowieso schon anstrengend genug, mit uns zu „arbeiten“. Aus heiterem Himmel überkamen uns entsetzliche Lachattacken, die stundenlang anhalten konnten. Wir befanden uns beinahe permanent in Gibbel-Laune. Aber auch das Gegenteil war manchmal der Fall. Ich weiß noch, wie der eigentlich gewaltlose Böckler wegen irgendeiner mixtechnischen Nichtigkeit mit einem Messer auf Ede losgehen wollte. Musikalisch waren wir zu diesem Zeitpunkt fest entschlossen, die schnellste Band der Welt oder zumindest Deutschlands zu werden. Hochgeschwindigkeitskapellen wie BAD BRAINS, THE STUPIDS, SLAYER oder auch BLOOD ON THE SADDLE kreisten auf unseren Plattentellern.

Die Tour im Vorprogramm der britischen Punk-Helden THE ADICTS lenkte uns wieder mehr in punkrockigere Gefilde. Wir entdeckten Bands wie die RAMONES, BUZZCOCKS und THE UNDERTONES neu. Ostern 1988 ging es mit den FROHLIX auf Deutschlandtournee. Schlafgelegenheiten, die Müllhalden glichen, waren oft die Folge. Nach dieser kräftezehrenden Ochsentour sollten wir in Bamberg zum Tanze aufspielen. Flugs rissen wir die 800 Kilometer dorthin ab. Als wir allerdings zum Club kamen, hing da ein Zettel: das Konzert finde an der Burg Rabeneck statt. Auch egal, dachten wir uns und gurkten dorthin. Zu unserer Überraschung war da eine Menge los. Es sah nach einem ausnahmsweise gut organisierten Festival aus und es war schwierig, mit unserm Wagen überhaupt bis zur Bühne vorzudringen. So rief Böckler wichtig einigen Leuten entgegen: „Lasst uns doch mal durch, wir sind von SCHLIESSMUSKEL!“ Hahaha! Nun ja, irgendwann kriegten wir einen Veranstalter zu packen. Der hatte zwar schon mal was von uns gehört, meinte aber, dass SCHLIESSMUSKEL hier überhaupt nicht eingeplant seien. Was für ein Reinfall! Bedröppelt traten wir die Heimreise an.

Da wir mit dem Sound von „Untergang der abendländischen Kultur“ unzufrieden waren, ging es 1989 für „Sehet, welch ein Mensch!“ ins Vielklang-Studio nach Berlin. Das war eine gute Entscheidung. Lieder wie „Treffpunkt Ecke Gringo Bar“ oder „High Noon“ kommen auch heute noch schick rüber. Übrigens, Aufnahme- und Presskosten wurden damals noch von den Plattenfirmen übernommen.

Ende 1989 hatten wir unseren bis dato fettesten Gig. Im Longhorn in Stuttgart, wo wir vor NORMAHL und ABSTÜRZENDE BRIEFTAUBEN die Bühne enterten, standen uns auf einmal knapp 3.000 Menschen gegenüber. Das war natürlich großartig, zumal bei uns die Hölle losbrach. Da hatten wir schon ein bisschen Blut geleckt. Andere aber auch, so gerieten wir zum Beispiel an einen sehr übergewichtigen Plattenverleger, der uns mit Erbsensuppe bestach, später in Schrott machte und verschollen blieb. Er hatte übrigens auch die LOKALMATADORE unter Vertrag. Daneben lernten wir aber wiederum einen ebenso beleibten Typen kennen, der mit uns tatsächlich, im wahrsten Sinne des Wortes, durch dick und dünn gehen sollte. Dr. Uwe Faust, das Unikum von DIE TOTEN HOSEN, stand nun hinterm Mischpult, legte die Dachlatte an und suchte und fand den roten Bereich. Wir waren jetzt nicht mehr den Launen unfähiger Live-Mixer ausgeliefert, eben nur noch denen von Faust. Seine Stimmungen waren aber weitestgehend heiterer Natur.

Als uns 1990 angeboten wurde, mit DIE MIMMI’S und ABSTÜRZENDE BRIEFTAUBEN beim „Festival der Volxmusik“ mitzumachen, willigten wir ohne groß zu zögern ein. Auf einmal traten wir jeden Abend vor einer großen Menge wild gewordener Teenager auf, kriegten anständige Gagen, mussten Autogramme schreiben, durften in noblen Hotels übernachten etc. Das hatte schon was Rockstarhaftes, zumal das Jugendmagazin Bravo händeringend nach einem DIE ÄRZTE-Nachfolger suchte und im Zuge dessen sogar regelmäßig über uns berichtete. Für die RTL-Musiksendung „Ragazzi“ drehten wir zu „Urlaub in der Tiefflugschneise“ ein Video, das nach der Ausstrahlung spurlos verschwand (hat das noch irgendwer?). Plötzlich gab es natürlich auch etliche „Volxmusik“-Trittbrettfahrer, die mit ihren Aktivitäten aber glücklicherweise baden gingen. Auf der einen Seite machte uns das „Festival der Volxmusik“ um ein Vielfaches bekannter, auf der anderen wurde uns nun noch vehementer der Stempel „Fun-Punk“ aufgepappt. Im Grunde war das nicht dramatisch, weil wir eigentlich immer eine Ausnahmestellung einnahmen. Ganz nach dem Motto: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert.“ Den Hardcore-Affen waren wir zu unpolitisch und poppig, den „normalen“ Pop- oder Fun-Punk-Hörern zu abgedreht und heftig. Wie dem auch sei, die „Volxmusik-Tour“ war sicher für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis.

Unsere durchgeknallte Mini-LP „Weniger Fett, mehr Muskeln“, wieder im Vielklang-Studio produziert, verkaufte sich zum ersten Mal im fünfstelligen Bereich und verweilte sogar einen ganzen Monat in den deutschen Independent-Charts. Heutzutage würde man mit solchen Stückzahlen locker in die regulären Top Ten kommen.

Wir hatten schon immer irgendwie ein Faible für geschwollene, außergewöhnliche Redewendungen, altdeutsche Texte und melancholische Melodien. Das rührte daher, dass unser Vater (also der Oheim von Ede und mir) uns von Kindesbeinen an zum Beispiel mit Texten von Heinrich Heine und Liedern von Franz Schubert gepeinigt hatte. Dadurch kamen wir auf die Idee, solche Sachen in unserem Sound zu verwursten. „Des Sängers Habe“ von der Mini-LP und „Die Ballade“ auf unserem Debütalbum sind da gute Beispiele. Als ich später die meisten Texte alleine schrieb, legte sich dieser Einfluss.

Zu dieser Zeit kam in „Report aus München“ ein Bericht über abartige Auswüchse in der Rockmusik. Es wurden Heavy-Kapellen wie zum Beispiel MANOWAR an den Pranger gestellt. Als Gipfel der Perversion zitierte man in der Sendung den Text von „Lärm und Leder“ von unserer zweiten LP. Unglaublich! Die Macher von „Report“ hatten nicht kapiert, dass es sich bei dem Lied um eine Satire auf den Heavy-Metal-Satankult handelte. Im Endeffekt wurden unsere Platten aber nie, anders als die von SLIME oder DIE ÄRZTE, indiziert.

Es ging Schlag auf Schlag. da war die tolle Tournee mit den RICHIES, die uns wieder ein Stück Richtung Untergrund beamte, dann eine weitere „Volxmusik-Tour“, mit Auftritten im Osten. Man könnte allein darüber schon ein Buch schreiben (tue ich das vielleicht gerade?). Eines Tages sollten wir mit MIMMI’S und ABSTÜRZENDE BRIEFTAUBEN auf „Bravo-Pyjama-Tour“ gehen (wir waren uns echt für nix zu schade). Einige Leser des braven Blattes hatten bei einer Verlosung Konzerte mit uns gewonnen. Als wir irgendwo im tiefen Osten zu einem dieser Auftrittsorte gelangten, bot sich uns ein seltsames Bild. Da waren einige sehr junge Fans in Schlafanzügen, die uns nett und euphorisch empfingen. Vor den Türen rottete sich im krassen Gegensatz dazu ein Haufen rechter Rocker zusammen. Diese schaurigen Typen fuhren mit ihren alten Ost-Motorrädern vor, trugen eiserne Kreuze oder Wehrmachtshelme und pöbelten uns draußen übel an. Vor allem wurden es minütlich mehr. Ein kleines Wunder, dass wir da wieder heile rauskamen.

Das „Alphabet der Mafia“-Album war 1991 ein Kraftakt. Wir bekamen das Preußenton-Studio vom damaligen DIE ÄRZTE-Produzenten Uwe Hoffmann aus unerfindlichen Gründen zum halben Preis. Dafür aber auch einen Mixer aus dem Osten, den schon ein herkömmlicher DAT-Recorder (prähistorisches Musik-Speichermedium) überforderte. Schade eigentlich, besaßen unsere Lieder doch zum ersten Mal so was wie Refrains. Auf eigene Kappe und Kosten mischten wir die ganze Klamotte im Heartbeat-Studio in Köln noch mal neu. Dr. Uwe Faust griff uns dabei unter die Arme und brachte seine ganze Effektpalette mit. Das kann man auch heute noch gut hören, beispielsweise den Titelsong oder „Gestrandet auf dem Mond“. Während dieser Zeit hatten wir auch zum ersten Mal die Gelegenheit, im Vorprogramm von DIE TOTEN HOSEN aufzutreten. Das war schon was Besonderes. In Coesfeld in der Fabrik räumten wir dermaßen ab, dass Campino bemerkte: „Da brauchen wir ja gar nicht mehr auf die Bühne zu gehen.“

Ungefähr in dieser Phase wurde das gute alte Vinyl so langsam von der CD abgelöst. Für eine Band wie uns, eben kleineren Kalibers, war das nicht unbedingt von Vorteil, auch wenn unsere Klamotten jetzt auf CD rauskamen. Es bedeutete aber doch eher Verkaufseinbußen. Wir ließen uns jedoch nicht beirren und gingen abermals mit den haschgiftsüchtigen RICHIES auf Tour. Dabei wurden drei Konzerte mittels 24-Spur-Bandmaschinen-Tontechnik mitgeschnitten. „Die Muskeln live“ erschien anno 1992 als LP, CD und, man lese und staune, sogar als Video. Mist, meine einzige VHS davon ruht immer noch bei meiner Ex. Besagtes Originalmaster des Videos sollte ich damals zum Nachpressen ans Presswerk schicken, was ich auch pflichtbewusst tat. Angeblich soll das gute Stück dort aber nie angekommen sein. Ich Blödmann hatte es nicht als Wertpaket aufgegeben! Jedenfalls stellte unsere Plattenfirma von da ab alle Zahlungen an uns ein.

So trennten wir uns nicht nur von unserem Namen, sondern auch von unserer Plattenfirma. Vorher durften wir aber noch Promotion machen. Eine Plattenladen-Tour, mit mehreren Gigs (uneingestöpselt, Pardon, unplugged) am Tag, stand auf dem Programm. Ja, wir haben damals die Unplugged-Welle losgetreten. Beim ersten Auftritt im Virgin Megastore in Berlin vergraulte Böckler, mit einer Akustikgitarre bewaffnet und lauthals Heinos „Karamba, Karacho, ein Whisky“ intonierend, die wenigen Kunden vor den Plattenregalen.

Irgendwann meinten Ede, Techt und Böckler, ein zweiter Stromgitarrenspieler müsse her. Dirchi, der uns schon etliche Musikalien verhökert hatte, wurde auserkoren. In gewisser Weise war er ein Zugewinn. Poppige Perlen wie „Wer weiß warum?“ oder „Radiomann“ wären ohne ihn wohl nicht entstanden. Trotzdem passte er aber nie so ganz in unseren eingeschworenen Haufen. Nichtsdestotrotz hatten wir mit Dirchi einige geniale Konzerte. Das Halderner Open Air 1994 und die beiden Auftritte im Vorprogramm von DIE TOTEN HOSEN 1993 gehörten zu diesen Highlights. Als Campino damals in den Backstagebereich kam und seine Klamotten in einem blauen Müllsack auf den Boden stellte, konnten wir uns nicht verkneifen ihn zu fragen, ob er sich keine anständige Sporttasche leisten könne? Vielleicht war das der Grund, weshalb wir nicht mehr von den Hosen eingeladen wurden. Unser verschrobener Humor war für Außenstehende manchmal schwer nachvollziehbar. Insofern kamen unsere lockeren Sprüche nicht immer gut an. Heute muss ich feststellen, wir verhielten uns oftmals undiplomatisch und ruppig. Wir hätten ruhig ein bisschen netter, umgänglicher sein können. Auch untereinander. Auf der anderen Seite biederten wir uns nirgendwo an, wie es viele Bands heutzutage tun.

Die letzte Probe mit Dirchi ist bereits legendär. Techts Bruder, der Dicke, später zweiter Gitarrist bei THE PIG MUST DIE, hatte an diesem Abend lustige Kekse mitgebracht. Unter dem Motto: „Stromgitarre spielen – Haschgift inhalieren“. Ede und ich, eigentlich diesem Zeugs aus dem Wege gehend, naschten ausnahmsweise davon. Zunächst passierte auch gar nichts. Als wir allerdings irgendwann einen für unsere Verhältnisse engagierten Song, der später auf die „Abstieg in den Ruhm“ kam, anstimmten und ich dabei Ede in seinem schrecklichen Strickpulli neben mir erblickte, brach es synchron aus uns heraus. Wir kriegten uns nicht mehr ein und wurden mit kurzen Unterbrechungen von fürchterlichen Lachkrämpfen gebeutelt. Jedes Lied musste im Verlauf dieser Probe abgebrochen werden. Wie sprach unser Vater einst: „Ihr mit eurem gottlosen Gefeixe!“

Ich glaube, zu diesem Zeitpunkt waren wir ein bisschen irritiert. Zu viele Außenstehende redeten auf uns ein: „Ihr müsst langsamer spielen“, „Ihr solltet euren Namen ändern, damit kommt ihr nie ins Radio“ – oder schlichtweg „Anderer Text, andere Musik“ (wie Helge Schneider sagen würde, den wir damals rauf und runter hörten). Wir waren so blöd und hörten zu sehr auf irgendwelche „wichtigen“ Musikproduzenten, Manager und Plattenfritzen. Bis dato nahmen wir auch an, die Aufnahmen zur „Alphabet der Mafia“ dürften vom Energieaufwand her nicht zu toppen sein. Es sollte aber noch weitaus schlimmer kommen. „Abstieg in den Ruhm“ war eine äußert schwere Geburt.

Es fing damit an, dass wir in einem ziemlich feisten Studio in Gelsenkirchen relativ fix ein 4-Song-Demo aufnahmen. Dirchi war damals noch mit von der Partie. Es klappte vorzüglich und die Aufnahmen klangen klasse. Man ließ uns auch zunächst dort alles für wenig Kohle aufnehmen. Dann kam der Studiobesitzer auf die Idee, wir sollten alle Stücke, einschließlich die des Demos, noch mal neu einspielen. Ein Kumpel von ihm, der sich als sehr humorvoller Geselle entpuppte, sollte unsere Aufnahmen für 250 Mark am Tag überwachen, während er, der große Produzent, der schon mal die ROLLING STONES aufgenommen hatte (kein Witz, das meinte er tatsächlich), in Frankreich eine andere Band produziere. Wahrscheinlich stand er mal während eines ROLLING STONES-Gigs in der Nähe vom Mischpult.

Dann ging’s los. Techt musste professionell nach Metronom trommeln, was überhaupt nicht sein Ding war. Wer fährt schon gerne mit angezogener Handbremse? Die Aufnahmen zogen sich endlos hin. Insgesamt dauerte der ganze Spuk etliche Monate. Was wir allein in der Zeit an Sprit vergeigten! Von den Nerven, die wir dabei gelassen haben, ganz zu schweigen. Ich weiß noch, wie Dirchi einen ganzen Tag Gitarrensounds für den „Radiomann“ suchte. Es war zum bekloppt werden. In der Zwischenzeit veröffentlichten wir 1995 noch Teile des Demos sowie einige andere B-Nummern auf der „Stromgitarrenspieler“-MCD.

Damit war die „Abstieg...“-Arie aber noch längst nicht beendet. Irgendwann kam besagter Studioinhaber wieder aus Frankreich zurück und musste, nachdem er unsere Sachen gemischt hatte, ähnlich wie wir feststellen, dass unsere Lieder ziemlich saft- und kraftlos rüberkamen. Also fingen wir an, die meisten Songs umzuarrangieren, teilweise umzutexten und abermals neu einzuspielen. Diese Aufnahmen dauerten wieder eine halbe Ewigkeit. Böckler indes genoss abermals Studioverbot. Er hatte sich nämlich total mit dem Herrn des Hauses überworfen. Ede und ich wollten aber unbedingt die Klamotte zu Ende bringen. Zu guter Letzt entpuppte sich dieser „Meisterproduzent“ als totaler Despot (keiner durfte mehr was zu den Mixen sagen) und mischte alles beleidigt über einen prähistorischen Kassettenrecorder (da schließt sich wieder der Kreis). Deshalb hört man auf „Abstieg in den Ruhm“ auch wohl so gut wie kein Schlagzeug.

Danach sollten wir uns live vor Leuten der EMI präsentieren. Das Ganze sollte nämlich wieder an eine große Plattenfirma verschachert werden. Unser Meisterproduzent hatte selbstverständlich beste Beziehungen. Wir machten alle Pferde scheu, organisierten ein fettes Konzert in Wesel, zu dem über 600 Leute kamen und das ein totaler Triumph wurde. Das Blöde war nur, dass sich kein Schwein von der EMI dort blicken ließ. Ein zweiter Auftritt, abermals in Wesel, wurde anberaumt. Da schaute dann irgend so ein bekiffter, unwichtiger EMI-Typ vorbei, der nach unserm Konzert lediglich bemerkte: „Das erinnert mich an DIE TOTEN HOSEN früher.“ Geschenkt.

1996 wurde „Abstieg in den Ruhm“ dann endlich unter dem Namen DIE MUSKELN bei einer Plattenfirma, die ein Jahr später pleite ging, veröffentlicht. Vorher passierte allerdings noch eine witzige Panne. Auf den ersten 1.000 Exemplaren war anstatt unserer holden Klänge indische Meditationsmusik zu hören! Die Bild-Zeitung machte daraus folgende, witzige Schlagzeile: „Windelweiches Meditationsgesäusel anstatt hartem Punk!“

Die „Abstieg“-Tour war, milde ausgedrückt, das totale Desaster. Beispielsweise wurden die Tourplakate erst fertig, als wir bereits unterwegs waren. In München erreichten wir den totalen Tiefpunkt. „Fiel der König in den Staub – war es meiner mit Verlaub.“ Nachdem die lokale Band dort ziemlich abgeräumt hatte, stiegen wir vor ca. 30 verbliebenen Zuschauern auf die Bühne und spielten ein Kack-Konzert. Danach trotteten wir frustriert von dannen. Im Backstage hörten wir von draußen eine Handvoll besoffener Bayern krakeelen: „Weiderspuin, weiderspuin ...!“ Dass wir uns nach all den Pleiten damals nicht schon aufgelöst haben, grenzt an ein Wunder. Eigentlich konnte man so was nur betrunken aushalten. Das behielten wir über die ganzen Jahre hinweg auch immer bei.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir gemeinsam mal ein Konzert nüchtern durchgestanden hätten. Alkohol war eigentlich unser ständiger Begleiter. Es gab Konzerte, da dachten wir, die Bühne wäre ein schwankendes Floß. Oder ich sehe Böckler, wie er total blau an seinem Verstärker lehnt und überhaupt nicht mehr weiß, was er da überhaupt für ein Instrument in Händen hält. Wie er völlig apathisch mit seiner Bassgitarre lediglich Störgeräusche produziert. Ede, grüne Galle kotzend, auf dem Weg nach Hause. Oder wie Ede während eines heftigen Gigs im Oberhausener Old Daddy verzweifelt versuchte, eine neue Saite aufzuziehen. Dabei in seinem besoffenen Kopp den Gitarrengurt dummerweise unter die Saiten spannte. Mich, meine Texte vergessend, lallend, irgendwo ins Publikum fallend. Oder mir fällt Techt ein, wie er samt Hocker und Trommeln rückwärts von der Bühne fliegt. Das war irgendwo im Münsterland Mitte der 1990er, wo ein totaler Durchdreher eine riesige Party mit der Combo HASS und uns veranstaltete. Unglaubliche zehntausend Dosen Hansa-Pils, zu einem überdimensionalen Würfel formiert, standen am Anfang in der Mitte des Bierzelts. Hinterher musste sogar noch Bier nachgekauft werden. Unfassbar! Wir saufen uns ins Hansa-Buch!

Wenn auch noch Haschisch ins Spiel kam, wurde es ganz schlimm. In Karlsruhe war Böckler so bekifft, dass er allen Ernstes dachte, bei den RICHIES auf der Bühne handele es sich um die RAMONES. Er meinte, er könne infolgedessen auf keinen Fall auftreten. Da warteten aber schon hunderte durchgedrehter Fans auf uns. Irgendwie haben wir ihn dann doch noch rumgekriegt aufzutreten. 1997 spielten wir vor ein paar Kumpels in einer neu eröffneten Disco bei uns in der Ecke. Auf einmal wanderte eine Tüte Gras auf die Bühne. Zwei Drittel dieses Drei-Stunden-Auftritts erzählten wir nur dämliche Geschichten und gibbelten infantil vor uns hin. Unsere kabarettistischen Fähigkeiten kamen einmal mehr zum Vorschein. Nicht umsonst tauchten wir Anfang der 1990er häufig in der Duisburger „Schwippschwager-Show“ auf. Da lernte ich auch meinen späteren Weggefährten Zepp Oberpichler (DIE KINSKIS, ex-SCHLAFFKE & ZEPP) kennen. Aber davon mal abgesehen spielten wir mit SCHLIESSMUSKEL schon in Alten- und Jugendheimen, Kindergärten, Behindertenwerkstätten, Grufti-Kneipen, für die Kommunistische Partei Österreichs und und und. Hat irgendwie alles hingehauen. Unser dreistimmiger Chorgesang und unsere teilweise recht unterhaltsamen Entertainer-Qualitäten ließen uns vor Leuten jeglicher Couleur bestehen.

„Aufstand alter Männer“ war im Gegensatz zu „Abstieg in den Ruhm“ ein Spaziergang. Es ging ein bisschen back to the roots. Wir schrieben wieder einfachere, witzigere Songs und verbannten die Rockstarflausen weitestgehend aus unseren Köpfen. Als wir das Paderborner WestWood-Studio, mit einem Lied, nämlich „Von allen guten Geistern verlassen“, testen wollten, ereilte uns jedoch abermals das typische SCHLIESSMUSKEL-Schicksal. Der Studiotermin stand schon seit Wochen fest und war bereits etliche Male umgebucht worden, als Techt uns beichtete, er könne in der nächsten Zeit unmöglich Schlagzeug spielen. Entsetzliche Hämorrhoiden würden ihn peinigen und er müsse dringend unters Messer. Unglaublich, der SCHLIESSMUSKEL-Drummer kann nicht im Tonstudio trommeln, weil ihn Hämorrhoiden plagen! Eigentlich wieder eine Schlagzeile für die Bild-Zeitung. Muss ich noch erwähnen, dass Techts Proktologe Dr. Fleischmann hieß? Hahaha! „Aufstand alter Männer“ erschien 2000 bei Empty Records und verkaufte sich ähnlich schlecht wie „Abstieg in den Ruhm“.

Wir hatten aber auch noch einige tolle Konzerte. Zum Beispiel beim Punk im Pott 1999 mit MOLOTOW SODA oder beim Resist Open Air 2001, wo es „on stage“ zum legendären Gliedvergleich mit Wolfgang W. von DIE KASSIERER kam. Habe ich natürlich gewonnen. Solche Höhepunkte kamen aber immer seltener vor. Und da wir vier mittlerweile beruflich ziemlich eingespannt waren, wurde es immer schwieriger, nur mal eine läppische Probe an den Start zu bringen. Im Organisieren waren wir sowieso totale Nulpen. Wir schafften es beispielsweise auch nie, ein professionelles Musikvideo zu produzieren. War damals natürlich auch mit mehr Aufwand verbunden als heute. Insgesamt taten wir uns mit Entscheidungen manchmal zu schwer, gingen vielleicht zu demokratisch vor. Da wurde viel zerredet und Kraft vergeudet. Man hätte mehr ausprobieren, noch mehr machen sollen. Mit meinem Solo-Projekt ZWAKKELMANN ist das einfacher, weil ich der Diktator bin und weitestgehend die Entscheidungen treffe. Okay, dafür lastet auch alles auf meiner Rübe, was ziemlich anstrengend sein kann.

Auch die SCHLIESSMUSKEL-GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts), die wir Anfang der 1990er auf Anraten eines Musikmanagers gründeten, endete in einer heillosen Zettelwirtschaft. Kauft euch als Band auch nie eine PA, vor allem wenn sie so überteuert, schwer und leistungsschwach ist, wie unsere es damals war. Was für ein Scheißteil! Aber immerhin spielten einige tolle Bands darüber. Zum Beispiel JINGO DE LUNCH, RUDOLFS RACHE, UPRIGHT CITIZENS und und und. Verlasst euch auch auf keinen Live-Mixer, der beim Soundcheck behauptet: „Wenn die Leute erst mal drin sind, wird der Sound besser.“ Haut einem Tontechniker eins auf die Maske, wenn er euch beim Einspielen versichert: „Das machen wir später beim Mixen.“ Oder noch schlimmer: „Das klingt jetzt schon amtlich.“ Wie dem auch sei, wir hatten uns immer geschworen, wenn einer von uns über zwei Zentner wiegen sollte, sei Schluss. Böckler brachte bei unserem letzten Konzert aber leider über 100 Kilo auf die Waage. Prost und macht’s jut.

(Eine Version des Textes erschien 2001 im Plastic Bomb-Fanzine. 2025 wurde der Text überarbeitet.)

Anmerkung

2005, 2006, 2009 und 2013 gab es mit SCHLIESSMUSKEL noch mal ein paar größere Festival-Gigs. Auch zu Schlaffkes 40-jährigem Bühnenjubiläum Ende 2023 trat die Band auf. Im Frühjahr 2025 veröffentlicht Sterbt Alle Records „Aufstand alter Männer“ neu auf Vinyl und – „Habt ihr nicht mal ’ne Single gemacht?“ – im Sommer erscheint dort eine 7“ namens mit zwei ganz neuen SCHLIESSMUSKEL-Liedern. „Liegeradfahrer halt’s Maul“ und „Wir können es noch“ wurden in Originalbesetzung eingespielt. Zu „Liegeradfahrer“ gibt es ein spektakuläres Video. Sind Konzerte geplant? Definitely maybe.

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Diskografie
„Komm setz’ dich zu uns“ (7“, We Bite, 1986) • „Untergang der abendländischen Kultur“ (LP, We Bite, 1987) • „Sehet, welch ein Mensch!“ (LP, We Bite, 1989) • „Weniger Fett, mehr Muskeln!“ (12“/CD, We Bite, 1990) • „Alphabet der Mafia“ (LP/CD, We Bite, 1991) • „Die Muskeln Live“ (LP/CD, We Bite, 1992) • „Stromgitarrenspieler“ (CD, Impact, 1994) • „Abstieg in den Ruhm“ (CD als DIE MUSKELN, Big Easy, 1996) • „Aufstand alter Männer“ (CD, Empty, 2000) • „1986-89 – Sehet, welch ein Untergang!“ (CD, Comp, Plastic Bomb, 1989) • „Aufstand alter Männer“ (LP Reissue, Sterbt Alle, 2025) • „Liegeradfahrer halt’s Maul!/Wir können es noch!“ (7“, Sterbt Alle, 2025)

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