SILLY GOOSE

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Straight to jail

Nach einem Auftritt an einer Tankstelle wurde Sänger Jackson Foster von der Polizei abgeführt. Wir sprechen mit ihm über das Erlebte und wie seine Chancen jetzt stehen, mit dem neuem Album „Keys To The City“ das Land zu verlassen.

Du bist vor kurzem verhaftet worden, was ist passiert?

Also wir haben auf dem Lollapalooza gespielt, wir waren Teil des Festivals. Im Jahr zuvor hatten wir an der Tankstelle gespielt, also außerhalb des Festivals. Also dachten wir, warum machen wir das nicht einfach noch einmal, verkaufen noch ein paar T-Shirts, gewinnen noch mehr Fans, machen unseren Namen noch bekannter. Und der Typ, der die Tankstelle betreibt, fand es cool, so dass wir die gleiche Vereinbarung wie im Jahr zuvor hatten, dass wir ihm einfach ein paar hundert Dollar geben und er uns spielen lassen würde. Das war abgemacht. Aber dann kam die Polizei und ich glaube, er wollte keinen Ärger mit der Stadt bekommen. Also brach er sein Wort. Er sagte zu den Polizisten: „Ich habe ihnen gesagt, sie sollen gehen. Ich will, dass sie hier verschwinden.“ Und dann, bevor ich mich versah, landete ich im Gefängnis und wurde wegen Hausfriedensbruchs angeklagt. Aber es war verrückt. Es hat Spaß gemacht. Ich habe mich mit den Damen, die mich verhaftet haben, nett unterhalten. Sie waren in Ordnung. Ja, ich war etwa fünf oder sechs Stunden dort und dann wurde ich entlassen.

Hast du jetzt irgendwelche Probleme oder ist alles in Ordnung?
Ich muss in etwa einer Woche wieder vor Gericht in Chicago erscheinen. Der 2. September ist mein Gerichtstermin. Ich habe einen Anwalt und alles. Wir haben eine GoFundMe-Kampagne für den Anwalt gestartet. Aber ich glaube, alles wird gut. Die größte Sorge war einfach, dass irgendetwas in meiner Akte bleibt, wodurch wir Probleme bei Tourneen im Ausland bekommen. Ich habe Phasen, in denen ich mir Sorgen mache, weil der Anwalt mir nichts sagt. Er versucht überhaupt nicht, mich zu beruhigen. Aber es ist nur ein Vergehen. Also ich denke, es wird alles gut werden. Ich werde wohl eine Geldstrafe oder Sozialstunden oder so etwas bekommen.

Bis du denn schon mal in Europa gewesen?
Ich bin schon so viel gereist, ich bin ständig unterwegs. Aber ich habe Nordamerika noch nie verlassen. Ich war schon in Mexiko, den USA und Kanada. Deshalb freue ich mich sehr darauf, einen ganz neuen Kontinent zu entdecken.

Ich glaube, als Europäer hat man derzeit mehr Probleme, in die USA einzureisen, wenn man vorbestraft ist, als umgekehrt, oder?
Ja, das stimmt wahrscheinlich.

Ihr habt früher auch in Fastfood-Restaurants und an Straßenecken gespielt. Was macht diese Auftritte für dich so besonders, dass du das immer noch machst?
Die Idee, vor einer Tankstelle in Chicago oder am Rand vom Lollapalooza-Festival zu spielen, kam uns, weil wir das schon seit ein paar Jahren machen. Und der Grund war, dass wir so unseren Namen bekannter machen konnten. Niemand kannte uns, bevor wir damit angefangen haben. Wir werden es jetzt aber auslaufen lassen. Wir machen es viel seltener, weil wir viel mehr echte Möglichkeiten haben. Ich bevorzuge es mehr in einer Location zu spielen als auf der Straße, haha! Ich finde, ich habe meinen Beitrag geleistet, was das angeht. Aber ab und zu, wenn es ein großes Event gibt oder etwas los ist, macht es immer noch Spaß. Aber ja, wir machen das nur, um auf die Band aufmerksam zu machen, und es ist immer ein Spektakel, weil die Leute nicht damit rechnen, so etwas zu sehen.

Es ist also im Grunde genommen so entstanden, dass ihr keinen Ort hattet, wo ihr auftreten konntet, richtig?
Am Anfang. Ja. Man hast keinen Platz zum Spielen und niemand interessiert sich für einen. Also sorgen wir dafür, dass sie sich dafür interessieren. Dann interessiert es sie, ob sie wollen oder nicht.

Glaubst du, dass du jetzt, wo du verhaftet wurdest, trotzdem eines Tages die Schlüssel zur Stadt bekommst?
Haha, Die Chancen dafür sind jetzt geringer. Aber wenn „Keys To The City“ nicht reicht, weiß ich auch nicht.

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