
Metal ist als Genre ein unfassbar weites Feld: Während die einen nicht nur zum Lachen in den Keller gehen, nehmen andere weder das Genre noch sich selbst allzu ernst und füllen mit Selbstironie und Partysound große Hallen. Nach ELECTRIC CALLBOY und THE BUTCHER SISTERS machen sich nun die Österreicher STESY ebenfalls daran, frischen Wind in den angestaubten Sound zu bringen. Vom ernsten Metalcore zu Partycore – Sänger Chris Chalmer nimmt uns mit auf die Reise, aber manche Dinge will er auch uns nicht verraten.
Euer neues Album „Turn Up The Crazy“ ist seit Dezember raus. Wie ist das Feedback bislang?
Die Reaktionen sind sehr positiv. Ein paar Songs sind immer noch sehr begehrt und laufen auf vielen Playlisten rauf und runter. Gut zu sehen, dass Partymukke immer noch sehr gut ankommt.
Wenn man das Album mit eurem Debüt von 2017 vergleicht, ist der Name Programm. Kannst du uns einmal erklären, wie sich euer Sound seit den Anfangstagen bis heute entwickelt hat?
Die Entwicklung von sehr ernstem Metalcore mit düsteren Texten zu Partycore über das exzentrische Neuverlegen der Leberfliesen ist für uns eine 180°-Wendung gewesen. Ausschlaggebend war der Drang nach Spaß bei der Musik. Keiner von uns ist im Herzen „ernst“. Somit wurde alles bunter, lustiger, energetischer und vor allem: crazy.
Ich nenne euren Sound jetzt mal vorsichtig „Party Metal“. Einige Bands sind mit ähnlichem Sound gerade dabei, große Hallen zu füllen, mit einer Musik, die früher entweder belächelt oder von Metal-Puristen sogar gehasst worden ist. Ist das Publikum offener für „Party Metal“ geworden? Wenn ja, woran mag das liegen?
Das Besondere an Metal ist die Vielseitigkeit. Und gerade in der Party-Metal-Schiene scheint sich gerade ein großes Publikum zu Hause zu fühlen. Warum? Wenn wir in einen Club gehen, wollen wir ja auch tanzen und Spaß zu Partybangern haben. Warum also nicht auch bei einem Konzert?
Ihr habt euch schon einige Eurotrash-Songs für Coverversionen vorgenommen – „Boomerang“ von Blümchen, „We like to party“ von den VENGABOYS, jetzt „Blue“ von EIFFEL 65. Warum eignet sich gerade der 1990er-Eurotrash so gut dafür?
Die Songs sind und bleiben einfach All-time-Klassiker! Die werden in 100 Jahren noch gefeiert. Warum die also nicht mit bissl mehr Metal unterstützen, haha!
Lass uns kurz bei den 1990ern bleiben, denn die sind ja ein Fass ohne Boden für Cover-Vorlagen: Welche Songs habt ihr noch auf eurer To-Do-Liste?
Hierzu können wir leider kein Statement abgeben.
Wie sieht es mit 2026 aus, was sind eure Pläne?
Wir gehen im Februar zusammen mit KING NUGGET GANG auf Tour. Die „Bier & Burger“-Tour. Da können wir wieder hautnah mit unseren Freunden und Fans gemeinsam feiern. Ansonsten stehen schon ein paar Festivals auf dem Plan, um den Sommer über die Party immer wieder steigen zu lassen!
© by Fuze - Ausgabe #116 Februar/März 2026 und Dennis Müller
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