
Vom kreativen Standpunkt her ist beim neuen (zweiten) Longplayer der OKMONIKS einiges bedenklich: Zwischen dem ersten Album „Party Fever“ und „Afterparty Fever“ liegen 17 Jahre. Und allen Ernstes haben sie es in der Zeit nicht zu mehr als neun (!) neuen Nummern gebracht? Spaß beiseite, „Afterparty Fever“ zeigt das Garage-Rock-Quartett um Sängerin/Organistin Helene bestens aufgelegt, mit massig Spielfreude brettern sie durch Nummern, die den Spirit von „Pebbles“/„Nuggets“-Bands der mittleren 1960er mit 77er-CBGB’s-Pogo-Appeal anreichern. Gelegentlich ist da auch ein bisschen Powerpop mit von der Partie, besonders bei der Herzschmerz-Nummer „Summer break up“. Was allerdings schon verblüfft, ist die Dreistigkeit, die neun Nummern des Albums einfach noch mal in 1:1 identischen Versionen auf die B-Seite zu pressen (deren Label dann allerdings auch spiegelverkehrt gedruckt ist). Dann wäre es schon konsequent gewesen, die Songs wenigstens rückwärts spielen zu lassen. Oder die Seite einfach blanko zu lassen. Oder eben auf ein kleineres Format auszuweichen. Das tut dem erfrischenden Charme des (Semi-)Albums allerdings keinen Abbruch und womöglich erscheint ja dann 2041 die zweite Hälfte.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Gereon Helmer
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #78 Juni/Juli 2008 und Gereon Helmer