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CHEAP TRICK

All Washed Up

CHEAP TRICK im Jahr 2026 heißt nicht mehr jugendlicher Power Pop-Überschwang, sondern Alterswerk mit Selbstbewusstsein. „All Washed Up“ ist dabei weniger Abgesang als ironisch gebrochene Standortbestimmung. Der Titel kokettiert mit dem eigenen Legendenstatus, musikalisch wirkt die Band jedoch erstaunlich wach, fokussiert und spielfreudig. Stilistisch bleibt alles klar im CHEAP-TRICK-Kosmos verankert: knackige Gitarren, große Melodien, Robin Zanders prägnanter nasal-emotionaler Gesang und Hooks, die auch nach Jahrzehnten sitzen. Gleichzeitig klingt das Album rauher und direkter als manches späte Major-Werk – weniger poliert, mehr Band im Raum. Power Pop trifft auf Classic Rock, gelegentlich schimmert sogar eine leicht punkige Kante durch. Elf kompakte, stets berechenbare und kompakt arrangierte Songs, verzichten auf unnötigen Ballast und setzen auf hymnische Refrains, die nicht modern wirken wollen, sondern zeitlos. Unterm Strich haben wir es hier nicht mit einem Karriere-Highlight zu tun, aber mit einer selbstbewussten Positionierung einer Band, die das alles gar nicht mehr nötig hätte, und damit eher die eher alte Fans beschenkt, als dass sie sich ein neues Publikum generieren könnte.

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