
„Altogether Stranger“ ist das vierte Album der mittlerweile in Kalifornien lebenden Singer/Songwriterin und das dritte auf Sub Pop. Lael Neale ist so etwas wie eine Multi-Künstlerin: zu der Platte, die unter Mitwirken von Guy Blakeslee entstanden ist, hat sie auch einen begleitenden Film gedreht. Für die Gestaltung des reduzierten Artworks ist sie auch verantwortlich. Wahnsinnig reduziert ist auch die Musik mit ihren sphärischen Klanglandschaften mit recht zurückhaltender Percussion. In ganz seltenen Momenten klingt es, als würde jemand in der Garage spielen. Das Omnichord, ihr Lieblingsinstrument, ist allgegenwärtig. Neales sanfte Stimme passt hier wie die Faust aufs Auge und insgesamt erinnert es etwas an Weyes Blood und Lera Lynn (nachdem sie sich leider vom Rock’n’Roll verabschiedet hat). Bei „Altogether Stranger“ warte ich ebenso darauf, dass „es endlich losgeht“ – die CD wirkt wie ein langes Intro. Gar nicht mal schlecht, ich selbst bin damit aber überfordert.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #154 Februar/März 2021 und Julia Brummert
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Roman Eisner
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #168 Juni/Juli 2023 und Julia Brummert