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ANGELIKA EXPRESS

Verzerrer

Was ist die richtige Herangehensweise beim Einordnen eines neuen Albums von ANGELIKA EXPRESS? Betrachte ich die Platte im Rahmen der ganz eigenen und umfangreichen Diskografie der Band? Sollte ich alles vergessen, was ansonsten im Raum des Indiepop und Powerpop in den letzten Jahren passiert ist und so tun, als hätten wir Anfang der 2000er? Oder ist es nicht angebracht, ANGELIKA EXPRESS in den musikalischen Gesamtkontext einzuordnen, in dem sie sich heute bewegen? Es sei gesagt, dass keine dieser Perspektiven zu einem Verriss führen würde. „Verzerrer“ ist eine coole und auch abwechslungsreiche Platte, die sich nahtlos in den ANGELIKA EXPRESS-Kosmos einfügt. Noch dazu sind die Vibes des Albums erfreulich aufmüpfig und vermitteln nicht den Eindruck einer Band, die sich krampfhaft noch mal ein paar Songs aus den Rippen gepresst hat. „Verzerrer“ klingt nach Bock. Allerdings finde ich auch, dass Bands wie SCHROTTGRENZE oder HERRENMAGAZIN mehr Finesse an den Tag legen, als das für ANGELIKA EXPRESS gilt. Nichtsdestotrotz weiß „Verzerrer“ zu gefallen.

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