Foto

WHY?

Aokohio

Meine Hölle sieht aus wie ein Warteraum. Worauf dort gewartet wird, ist egal, ich bin ein ungeduldiger Mensch und es macht mich verrückt, warten zu müssen. „Akohio“ könnte gut in dieser Wartehalle laufen.

Fünf schwurbelig-öde Songs lang lassen WHY? mich – also euch auch, klar – warten, bis mal was passiert. Und selbst „Stained Glass Slipper“ ist kein Hit im Sinne von: Ah, den höre ich jetzt noch viermal auf Repeat, sondern eher überhaupt mal ein Song.

„Akohio“ ist eher ein experimentelles Kunstwerk als ein klassisches Album. Die Stücke haben wirre Längen zwischen einer halben bis knapp fünf Minuten, Strophe-Refrain-Abläufe gibt’s so gut wie gar nicht, dafür Spielereien mit Lautstärke, Sprechgesang, elektronisches Gefiedel und recht viel Plem-Plem.

Wer bis „Good Fire“ durchgehalten hat, bekommt einen sehr schönen musikalischen Moment geschenkt, zwei Songs später bricht dann aber wieder der Wahnsinn aus, inklusive eines Blockflötensolos.

Ox-Chef Joachim zog mal den Vergleich zu ATOM AND HIS PACKAGE. Passt schon, nur hat ATOM nicht so an meinen Nerven gezerrt. Vielleicht ist mein Geschmack zu schlicht, vielleicht bin ich zu ungeduldig – aber das hier nervt mich, sehr sogar.