
Mit „Apres L’orage“ legt die französische Screamo/Post-Hardcore-Band ihre dritte EP vor und bleibt dabei in Ton und Klang den Vorgängern treu. Größtenteils schleppender Midtempo-Post-Hardcore trifft auf post-rockige Parts zum Träumen. Versehen ist das Ganze mit Geschrei oder ruhigen Spoken-Word-Passagen. Eine gemischte Tüte Süßigkeiten beim Kiosk kommt der EP sehr nahe, von fast allem ist was dabei. Bei COVEN sind das ein paar Parts, die an die neueren Sachen von ENVY erinnern (die sich zudem durch ein paar gesprochene Worte auf der EP verewigen), und andere, die mehr in Richtung MEN AS TREES gehen, jedoch nicht wie bei diesen in der epischen Breite zur Entfaltung kommen, und auch hardcorige Einschläge, wie man sie etwa von THE CARRIER kennt. Mir schwirrt das erste Mal seit einem Jahrzehnt der Bandname AKELA wieder im Kopf herum. Die bunte Tüte COVEN lässt sich gut konsumieren, mehrmals am Stück, ohne, dass es langweilig wird, trotz des recht simplen Musters, dass nach dem Sturm die Ruhe folgt, die wieder Vorbote für das nächste aufkommende Unwetter ist. Es ist insgesamt jedoch wie beim Verzehr der bunten Tüte, zumeist wünsche ich mir, dass von gewissen Teilen mehr als von anderen hineingepackt worden wären.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und David Gabriel
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #163 August/September 2022 und David Gabriel