Foto

STONE

Autonomy

Irgendwo zwischen rotzigem 2000er-Indie und klassischem Britpop haben es sich STONE auf ihrem zweiten Album gemütlich gemacht. Nach Punk klingt „Autonomy“ in den Ohren des Rezensenten nicht unbedingt, aber zumindest nach frühen ARCTIC MONKEYS, wie zum Beispiel in „Monkey see, monkey do“. Ansonsten hört man an der einen oder anderen Stelle doch häufig – und jetzt müssen viele Leser:innen vielleicht kurz durchatmen – OASIS heraus. Zum Glück nicht die „Wonderwall“-OASIS, sondern die, die mitunter okaye Stadionhymnen draufhatten. Ein „Champagne supernova“ findet sich auf „Autonomy“ vielleicht nicht unbedingt, aber grundsätzlich gehen Songs wie der Titeltrack und der Closer „Freezing“ absolut in Ordnung. Mehr Ausflüge in Richtung des IDLES-mäßigen Synthie-Zwischenspiels „Autonomous“ hätten dem Quartett aus Liverpool aber gut zu Gesicht gestanden. So ist das Album handwerklich gut, aber bisweilen auch etwas unspektakulär.

Anzeige