
2018 gelang ONDT BLOD das Kunststück, eines der Alben des Jahres abzuliefern, obwohl die Produktion von „Natur“ im Grunde nicht ganz nachvollziehbar war. Zu dünn kam die Platte an vielen Stellen daher und das konnte doch nicht die großartigen Songs verbergen, die sich darauf befanden. Auch wenn „Bauta“ nun ein paar Jährchen zu spät folgt, um den Schwung des Vorgängers mitzunehmen, so zeigt es deutlich, welche Durchschlagskraft die Musik der Norweger besitzt, sofern sie richtig in Szene gesetzt wird. So schießt „AUX“ schon fast übers Ziel hinaus, weil mehr dicke Hose kaum geht, es wirkt aber auch wie ein Befreiungsschlag. Danach spielen ONDT BLOD gekonnt ihre Trademarks aus: ruppige Strophen, hymnische Refrains, mehrstimmiger Gesang und tadellose Gitarrenarbeit. Klar, auf dem Papier machen das andere genauso, allerdings fehlt es denen an der Persönlichkeit, die ONDT BLOD besitzen, auch weil sie nach wie vor in ihrer Heimatsprache singen. Darüber hinaus ist „Bauta“ ein vielseitiges Werk, da die Band ihr Konzept nicht nur variiert, sondern auch Experimente wagt. So wie „Máddu“, das kurz mit einem Beat beginnt, aber dann sieben Minuten tiefdüster alles niederwalzt. Danach folgt mit „Savne dæ“ eine kurze Pop-Punk-Nummer. ONDT BLOD präsentieren einmal mehr Hits mit Leidenschaft und Substanz.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #139 August/September 2018 und Wolfram Hanke
© by Fuze - Ausgabe #117 April/Mai 2026 und Sandra Monterey
© by Fuze - Ausgabe #69 April/Mai 2018 und Christian Biehl
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #138 Juni/Juli 2018 und Stephan Zahni Müller