
Nein, hier sind nicht die Nineties-Alternative Rock-EELS mit der Platte „Being Dead“ am Start, sondern das male/female Duo BEING DEAD aus Austin, Texas hat ein Album namens „Eels“ herausgebracht. Konfusion! Verwirrung! Und zumindest live ist inzwischen mit Bassistin Nicole Roman-Johnston auch ein drittes Bandmitglied dabei. Die mischt hier auch schon bei „Rock n’ roll hurts“ [sic!] und „Godzilla rises“ mit und ist auf dem Bandfoto im Booklet vertreten, langfristig dürften BEING DEAD also vermutlich zu einem Trio anwachsen. Was derzeit noch überwiegend von funkelnden Gitarren dominiert wird, könnte damit in Zukunft von deutlich präsenteren Basslinien profitieren. Nicht falsch verstehen, die sind – wie auch immer eingespielt oder hinzugefügt – teilweise auch jetzt schon vorhanden. Und irgendwo zwischen knarzigem Cowpunk, jangligem Surf, psychedelischem Garage-Pop und der einen oder anderen Lagerfeuergitarreneinlage haben sich BEING DEAD längst ihren ganz eigenen schrägen Sound gebaut. Der lockt mit einer zuckersüßen Oberfläche aus weiblichen Vocals, reichlich Selbstironie und viel Glitzer, unter der sich bei näherer Betrachtung eine ganz dicke Schicht Melancholie verbirgt: „Rock n’ roll hurts, baby“ – „Dancing under the Lonestar stars“. Eine unfassbar chillige Energiebombe, auf jeden Fall reinhören!
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Anke Kalau